KinderHelden – Mentoring macht stark

Mentor Marco und Schützling Daniel sind ein tolles Team und unternehmen zahlreiche spannende Aktivitäten miteinander. Ob Sport, Museumsbesuch oder gemeinsames Kochen - beide profitieren von der gemeinsamen Zeit. Foto: Lars Schumm (Leroy)Linn Schöllhorn (r., Geschäftsführerin KinderHelden) und Meike Leupold (l., Referentin der Dietmar Hopp Stiftung) freuen sich gemeinsam mit einigen Kindern über den Start von KinderHelden. Foto: KinderHeldenMit den KinderHelden startete im Januar 2015 ein Mentoring-Programm, das Kindern mit erschwerten Startbedingungen frühzeitig bessere Bildungschancen eröffnen möchte. Foto: KinderHeldenSchul-Mentoring-Programm "Uni-Cleverlinge": Gruppenbild vor dem Mannheimer Schloss. Foto: KinderHelden
Ort:Metropolregion Rhein-Neckar
Zielsetzung:Kinder durch Mentoren individuell und gezielt fördern
Projektpartner:KinderHelden gGmbH
Laufzeit:2015-2017
Förderhöhe:150.000 €

Zwilling zu sein hat Vor- und Nachteile: man ist nie allein und hat doch immer jemanden an seiner Seite. Daniel ist 13 Jahre alt. Er lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter, seinem Zwillingsbruder und einem weiteren Bruder in Mannheim. Einmal in der Woche trifft sich Daniel mit Marco. Der 41-Jährige engagiert sich ehrenamtlich in der Organisation KinderHelden als Mentor für Daniel. Gemeinsam unternehmen die beiden unterschiedlichste Aktivitäten: sie kochen regelmäßig zusammen, bekämpfen ihre Höhenangst durch Besuche im Kletterpark oder gehen ins Museum. Neben Spiel und Spaß steht aber auch das Lernen im Vordergrund. So trainieren Daniel und Marco gemeinsam ihr Kurzzeitgedächtnis, setzen sich mit aktuellen Internettrends auseinander und verfassen gerade ein englisches Bildwörterbuch. Der Mentor hat aber auch ein offenes Ohr für den Jungen und kann Tipps und Ratschläge geben, die Daniel helfen, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. „Wir sind ein tolles Team und bereichern uns gegenseitig“, sind sich Daniel und Marco einig. Und Daniel ergänzt: „Ich genieße die Zeit, die ich mit Marco alleine verbringe. Einen Paten nur für mich zu haben ist etwas ganz Besonderes.“

Neben Daniel und Marco gibt es in der Metropolregion Rhein-Neckar rund 120 weitere Tandems, die jeweils aus einem Kind und einem erwachsenen Mentor bestehen. Das Mentoring-Programm KinderHelden vermittelt über Projekte wie „Schul-Mentoring“ und „Mentoring am Arbeitsplatz“ diese Patenschaften auf Zeit. Über das Projekt „StarkMacher“ können Tandems ihre Treffen im Freizeitbereich weiterführen.

Ziel der KinderHelden ist es, Kindern mit erschwerten Startbedingungen frühzeitig bessere Bildungschancen zu eröffnen. Die Mentoring-Programme „Schul-Mentoring“ und „Mentoring am Arbeitsplatz“ richten sich an Grundschulkinder, die über Kooperationsschulen auf das kostenlose Angebot aufmerksam gemacht werden. Für mindestens ein Schuljahr finden regelmäßige Treffen statt. So werden die Kinder individuell gezielt gefördert und auf dem Weg zu einem erfolgreichen Bildungs-Übergang begleitet. Mit diesem präventiven Ansatz werden die Integration, Chancengerechtigkeit, soziale Kompetenzen und die Resilienz der Kinder gefördert. „Die Mentoren helfen den Kindern, ihre Potenziale zu entdecken und auszuschöpfen. Neben ihren Eltern und Lehrern sind sie ein zusätzlicher, wertvoller Ansprechpartner für die Anliegen der Kinder“, so die Geschäftsführerin von KinderHelden Linn Schöllhorn.

Daniel und Marco sind mittlerweile im Projekt „StarkMacher“ involviert und treffen sich individuell in der Freizeit. Monatlich gibt es zudem Angebote, bei der mehrere Tandems gemeinsam etwas unternehmen können. Als nächstes steht ein gemeinsamer Theaterbesuch an.

Als Bildungspartner leistet die Dietmar Hopp Stiftung gemeinsam mit anderen Partnern die Anschubfinanzierung für KinderHelden und unterstützt so die gezielte Förderung von Kindern durch ehrenamtliche Mentoren.

Die KinderHelden im Bewegtbild:

www.kinderhelden.info

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