Das ABC des Ballsports

Ziele der Ballschule sind neben der Entwicklung von Ballfertigkeiten die Ausprägung motorischer und geistiger Fähigkeiten.Spielerisch lernt es sich wie von selbst: Samira, Tine und Pauline haben viel Spaß.Die Ballschule trainiert sportspielübergreifende Fertigkeiten bei den Kindern.Beliebte Ballschulklassiker wie „Schlappenhockey/Flaschenhockey“ und „Königsball“ sowie die „Purzelbaum-Staffel“ machen den Kindern große Freude.Alle Kinder sind Sieger: Am Ende eines Ballschul-Spielfests erhalten alle teilnehmenden Kinder eine Medaille.
Ort:Heidelberg
Zielsetzung:Entwicklung motorischer und geistiger Fähigkeiten
Projektpartner:Ballschule Heidelberg
Laufzeit:seit 2006
Förderhöhe:210.000 € p.a.

Im Gymnastikraum des Kindergartens herrscht große Aufregung. Samira, Tine und Pauline haben gemeinsam mit ihrer Gruppe verschiedene Bälle zur Verfügung. Unter Anleitung ihrer Ballschule-Übungsleiterin starten die Kinder nun eine spielerische Reise durch die Schweizer Berge. Aus Bänken, Kästen, Matten und Sprossenwand werden Schluchten, Trampelpfade, Gewässer und die „Eiger Nordwand“. Erschwert wird der Gipfelsturm durch einen „Rucksack“, den die Kinder tragen müssen, und der in Wahrheit ein Ball ist. Er wird gerollt, auf den Rücken genommen, geworfen und unter den Arm geklemmt. Dann erfolgt der Abstieg über eine Bank, die in die Sprossenwand gehängt als Rutsche dient. Dies ist der Höhepunkt und wohlverdiente Belohnung für die Kinder, denen die Übungsstunde großen Spaß bereitet.

Ortswechsel: Rund 300 Schülerinnen und Schüler der Parkringschule St. Leon-Rot toben sich beim einem Ballschul-Spielfest an verschiedenen Spielstationen aus: beliebte Ballschulklassiker wie „Schlappenhockey/Flaschenhockey“ und „Königsball“ sowie die „Purzelbaum-Staffel“ machen den Kindern große Freude. Ein besonderes Highlight ist die Station „Jahrmarkt“. Hier konnten sich die Kinder wie auf einem Rummel frei aussuchen, welche der Spielstationen sie gerne ausprobieren möchten. Neben „Rückwärtsball“ und „Triff ins Schwarze“ sind zahlreiche weitere „Spielbuden“ aufgebaut. Am Ende des Ballschul-Spielfests gibt es nur Sieger: Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Medaille.

Die Ballschule Heidelberg wurde 1998 von Professor Klaus Roth gegründet und möchte Kindern auf spielerische Weise eine „bewegte Kindheit“ ermöglichen. Das „Kindersportprogramm für Alle“ hat sich über mehrere Phasen entwickelt, wurde umfassend evaluiert und ist mittlerweile regional, national und auch international etabliert. Ziele sind neben der Entwicklung von Ballfertigkeiten die Ausprägung motorischer und geistiger Fähigkeiten, die laut Expertenmeinung Hand in Hand gehen. Das Ballschulkonzept umfasst die vier Inhaltsbereiche Motorik, Sprache, Kognition und Sozialverhalten. Einfache Bewegungsformen wie Ziehen, Schieben, Rollen oder Klettern werden ebenso trainiert wie sportspielübergreifende Anforderungen. Hierzu gehören auch das Erkennen der Flugbahn, das Treffen eines heranfliegenden Balls oder die Ballkontrolle. Die Übungsleiter werden im Sportinstitut der Universität Heidelberg auf Basis detaillierter Lehrpläne ausgebildet. Kooperationspartner der Ballschule sind Kindergärten, Grundschulen, Verbände und Vereine. In der 20-jährigen Geschichte der Ballschule wurden bislang rund 350.000 Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und 10 Jahren gefördert. Der Ballschulweg verläuft von der Ausbildung der allgemeinen hin zur spezifischen Spielfähigkeit. Das Ziel ist es, möglichst viele Kinder in ihrer motorischen und damit ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Professor Klaus Roth freut sich über die Erfolgsgeschichte: „Die Idee eines ganzheitlichen, vielseitigen und altersgerechten Einstiegs in die Welt der Spiele hat von Anfang an eingeschlagen wie ein unhaltbarer Torschuss. Die Ballschule ist noch lange nicht an allen ihren Zielen angekommen und verfügt über weitere große Potenziale. Es erwarten uns spannende Herausforderungen. Mit der langjährigen Förderung durch die Dietmar Hopp Stiftung möchten wir unseren Kindern zu einem glücklichen, gesunden Aufwachsen verhelfen und dauerhaft mehr Bewegung in ihr Leben bringen“.

Seit 2006 steht die Dietmar Hopp Stiftung der Ballschule als Partner zur Seite. Bislang hat die Stiftung die Ballschule mit knapp 2 Millionen Euro gefördert (Stand: Juli 2017). Aktuell erhält die Ballschule Heidelberg eine Förderung in Höhe von 210.000 Euro pro Jahr von der Dietmar Hopp Stiftung.

„Da Dietmar Hopp sich dem Ballsport ebenso verbunden fühlt wie der Förderungen von Kindern, unterstützen wir Umsetzung und Weiterentwicklung der Heidelberger Ballschule seit über 10 Jahren. Die Ballschule ist hervorragend geeignet, jüngeren Kindern Ballgefühl mit Spaß und Leichtigkeit zu vermitteln, ohne dass sie sich auf eine Sportart festlegen müssen. Das Programm hat sich bewährt und freut sich großer Beliebtheit in der Region“, so Katrin Tönshoff, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung.

www.ballschule.de

Stand: Juli 2017

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