Dienstag, 07. August 2018

Dietmar Hopp über Bewegung und Begegnung auf den alla hopp!-Anlagen

„Die Förderaktion soll den Menschen generationsübergreifend viel Freude bereiten“, so Dietmar Hopp in seinen Eröffnungsreden.Etwas Gutes zu tun ist manchmal wie ein Drahtseilakt.19 Mal alla hopp! bedeutet 19 Anlagen für Jedermann in 19 verschiedenen Kommunen.

Der Stifter zieht Zwischenbilanz

19 Mal alla hopp! nach einem Jahr

alla hopp! heißt die bisher größte Förderaktion der Dietmar Hopp Stiftung. Sie soll Jung und Alt für mehr Bewegung begeistern – vor allem gemeinsam, an frischer Luft. Dazu spendete die Stiftung 19 Bewegungs- und Begegnungsanlagen, die in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) verteilt liegen. „Die Förderaktion soll den Menschen in der Metropolregion generationsübergreifend viel Freude bereiten“, sagte der Stifter Dietmar Hopp zu den Eröffnungen der Anlagen. Mit der Eröffnung der 19. alla hopp!-Anlage wurde die Aktion im September 2017 abgeschlossen. Der Stifter zieht etwa ein Jahr später eine Zwischenbilanz.

Die Dietmar Hopp Stiftung erreicht häufig Meldungen von Menschen, die die alla hopp!- Anlage besuchen wollen oder besucht haben. Die Anfragen reichen von der Erkundigung nach den Öffnungszeiten, ob ein Kindergarten wirklich einen Ausflug dorthin kostenfrei machen darf, wie rollstuhlgerecht die Wege sind, wie etwas wie alla hopp! woanders geschaffen werden kann, bis zu begeisterten Worten und Lob, wie schön der gemeinsam verbrachte Tag auf der alla hopp!- Anlage war. Der Betrieb der alla hopp!- Anlagen ist mit der Spende der alla hopp!- Anlage in die Verantwortung der Kommunen und ihren Bürgern übergegangen. Die Dietmar Hopp Stiftung bemüht sich dennoch, sich die Zeit zu nehmen, um kleinere Anfragen zu beantworten. Detailliertere Fragen werden an die Kommunen weitergeleitet. Der weitaus größte Teil der Rückmeldungen über alla hopp! ist positiv, worüber sich der Stifter freut. Dass nicht jeder so prädestiniert lebt wie er, weiß Dietmar Hopp sehr genau, der seinen Reichtum selbst erschaffen hat und sich noch gut und häufig an die mageren Jahre seines Lebens zurückerinnert. „Ein von mir häufig genutztes Zitat, welches ich immer wieder anbringe, weil es für mich einfach stimmt, lautet: ‚Eigentum verpflichtet. Reichtum verpflichtet noch mehr.‘ Daher ist es mir ein Anliegen, die Gesellschaft an meinem Wohlstand teilhaben zu lassen.“ Die alla hopp!- Anlage soll Teilhabe an Bewegung für Jedermann ermöglichen. Er fügt an: „Jeden Tag verbringe ich viele Stunden am Schreibtisch, am Computer und in Besprechungen. Daher achte ich streng darauf, den einen oder anderen Tag auf dem Laufband zu beginnen. Und ich habe mir vorgenommen, mir mehr Zeit für meine Hobbys und für den Sport zu nehmen.“

Die Dietmar Hopp Stiftung fördert in der Metropolregion zahlreiche große wie kleine gemeinnützige Unternehmungen. Ein Projekt darunter ist alla hopp! Ein Jahr nach Eröffnung aller Anlagen zeigt sich, dass ein solches Projekt die Gemeinschaft fördert und dass die Ziele, Bewegung und Begegnung zu ermöglichen sowie Gesundheit zu schützen, erreicht werden. In manchen Fällen fordert so ein Projekt die Gemeinschaft auch. Wie bei Parkanlagen, Spielplätzen und öffentlichen Plätzen im Allgemeinen gibt es leider auch bei den alla hopp!- Anlagen Fälle von Vandalismus und Missbrauch. An einigen Orten führt das dazu, dass sich Anwohner in ihrer Privatsphäre beeinträchtigt fühlen. Dies ist aus Sicht von Dietmar Hopp und seiner Stiftung sehr bedauerlich. Die Kommunen, die die Anlagen seit der Übergabe eigenverantwortlich betreiben, finden jedoch vielfach Wege, um die Situation zu verbessern. Einige Kommunen haben sich entschieden, Öffnungszeiten einzuführen. Andere Kommunen beeinflussen die Nutzung durch An- und Ausschalten der Beleuchtung, durch Beschilderungen oder die Einbindung von Ehrenamtlichen. Die Dietmar Hopp Stiftung vertraut auf die Maßnahmen, die sich die kommunalen Verantwortlichen einfallen lassen, um die gestiftete Anlage zu bewahren und im Sinne des Interesses aller Bürger zu pflegen.

Im Prozess der Anlagenerrichtung waren die Bürger vor Ort und Anwohner aufgefordert worden, sich an der Planung der für sie zu errichtenden alla hopp!- Anlage zu beteiligen. Anregungen von Kindern, Gremien und Vereinen wurden ebenso berücksichtigt wie Wünsche und Belange von Anwohnern. Es wurden zum Beispiel Trampoline und Toilettenhäuschen nach Maßgabe von Anwohnern verlegt oder auch Zäune an- oder abgebaut. Leider gibt es dennoch einige wenige Bürger, die die Dietmar Hopp Stiftung und Dietmar Hopp als Stifter in unangemessenem Ton anschreiben. Daher denkt Dietmar Hopp etwas nach, wenn er auf alla hopp! angesprochen wird. „Ich freue mich immer noch darüber, dass mit alla hopp! etwas Kostenfreies für Jedermann geschaffen wurde. Was den Missbrauch der Anlagen und unangemessenes Verhalten betrifft, muss ich nun leider einen weiteren Satz hinzufügen: Es ist schwer, den Menschen etwas Gutes zu tun.“

Über alla hopp!

Die Aktion verfolgt drei Ziele: Bewegung fördern, Begegnung ermöglichen und Gesundheit schützen. alla hopp! ist ein einzigartiges, gemeinsam mit Experten entwickeltes Konzept für Bewegung und Begegnung in der Region. Alle Generationen sollen sich in den Anlagen kostenfrei nach Lust und Laune bewegen, fit halten und erholen können. Um eine alla hopp!- Anlage zu erhalten, bewarben sich 127 Städte und Gemeinden der Metropolregion Rhein-Neckar bei der Dietmar Hopp Stiftung. Die Entscheidung der begünstigten 19 Kommunen gab die Stiftung 2014 bekannt. Im Mai 2015 wurde die erste Anlage in Schwetzingen eröffnet. Für die 19 Bewegungs- und Begegnungsanlagen wurden insgesamt 45 Millionen Euro von der Dietmar Hopp Stiftung gespendet.

Über die Aktion

Übersicht Aktuelles Dietmar Hopp