Mittwoch, 27. November 2013

Neustart in ein Leben ohne Sucht

Meike Leupold (Dietmar Hopp Stiftung), Ercan Efe (Betreutes Wohnen), Karl Pfeil (Leiter der Fachstelle Sucht Mosbach) und Elke Böhme (Abteilungsleiterin Ambulant) bei der Spendenübergabe im Betreuten Wohnen.Neben einem Gemeinschaftsraum gibt es auch eine gemeinsame Küche.Im Betreuten Wohnen stehen vier Plätze zur Verfügung.

Betreutes Wohnen in Mosbach für suchtkranke Menschen

Dietmar Hopp Stiftung spendet 8.000 Euro

Wer in Sucht gelebt hat, für den ist der Weg zurück in ein eigenständiges Leben schwer. Um einen beschützten Zwischenschritt zwischen stationärer Versorgung und Eigenständigkeit zu bieten, wurde auf Initiative des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN) von der Fachstelle Sucht in Mosbach ein betreutes Wohnen für Suchtkranke eingerichtet. Bislang mussten wohnungssuchende betreuungsbedürftige Suchtkranke nach ihrem Aufenthalt im PZN in benachbarten Landkreisen weiter betreut werden. Nun konnte diese Versorgungslücke durch vier Plätze in einer betreuten Wohnung in Mosbach geschlossen werden. Hell eingerichtete Räume mit gemeinschaftlichen Bädern, Küche und Aufenthaltsraum ermöglichen den Einstieg in ein suchtmittelfreies Leben.

Karl Pfeil, Leiter der Fachstelle Sucht Mosbach, betont die lebenspraktische Unterstützung und die bedarfsgerechte und individuelle Betreuung der neuen Einrichtung: “Im Vordergrund unseres Angebotes steht die Wiedereingliederung ins Erwerbsleben, die gesellschaftliche Teilhabe und die schrittweise Verselbstständigung”. Nach einem Bewerbungsgespräch wird noch in der Klinik ein Antrag auf Aufnahme gestellt. Ziele für den etwa einjährigen Aufenthalt werden gemeinsam mit den Bewohnern entwickelt. Die Abstinenz der Bewohner wird regelmäßig kontrolliert. Neben Einzelgesprächen werden Unterstützungen wie Behördengänge, Unterstützung bei der Arbeitssuche von einer Mitarbeiterin der Fachstelle Sucht in Mosbach angeboten.

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte die Fachstelle Sucht Mosbach des bwlv bei der Einrichtung des Betreuten Wohnens für Suchtkranke Menschen mit einer Spende in Höhe von 8.000 Euro.

Über den bwlv
Der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH (bwlv) ist der größte Träger der Suchtkrankenhilfe in Baden-Württemberg. Der Verband beschäftigt derzeit rund 800 Mitarbeiter/innen. Der bwlv unterhält 21 ambulante Beratungsstellen in 23 Stadt- und Landkreisen. Zehn stationäre Fachkliniken, zwei Tageskliniken sowie Nachsorgeeinrichtungen und Wohngruppen für Alkohol- und Drogenabhängige. Acht Integrationsfachdienste sind Anlaufstellen bei allen Fragen der Integration von Arbeitnehmern mit Behinderung und kompetente Ansprechpartner für Arbeitgeber und schwerbehinderte Arbeitnehmer.

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