Freitag, 30. November 2018

Für den TuS Knittelsheim erfüllt sich ein Traum

Das „Knittelsheimer Kätzel“ Laura I. und Projektleiter Klaus Rieg zerschneiden das Band und eröffnen offiziell den neuen Kunstrasenplatz. Foto: TuS KnittelsheimDer erste Vorsitzende Thomas Richter sprach in seiner Begrüßungsrede von einem Traum, der für den TuS Knittelsheim wahr wird. Foto: TuS KnittelsheimHenrik Westerberg, Sportreferent der Dietmar Hopp Stiftung, erläutert vor „vollem Haus“, wie es zur Förderung kam. Foto: TuS KnittelsheimEin katholischer Pfarrer und eine protestantischen Pfarrerin nahmen in Anwesenheit der TuS-Verantwortlichen die Platzsegnung vor. Foto: TuS KnittelsheimVor der offiziellen Eröffnungen wurden zwei Sponsoren- und Dankestafeln enthüllt. Foto: TuS KnittelsheimKinder und Jugendliche formten auf dem neuen Kunstrasen ein „TuS“ (das „T“ ist leider abgeschnitten). Foto: TuS Knittelsheim

Neuer Kunstrasenplatz eingeweiht

Dietmar Hopp Stiftung spendet 140.000 Euro

Thomas Richter sprach von einem „Mammutprojekt“, er hatte sogar die Tage gezählt – von der ersten Diskussion über das Thema „Kunstrasen“ bis zu dessen zur Fertigstellung: 715. „Ein Traum wird wahr“, eröffnete der erste Vorsitzende des TuS 03/25 Knittelsheim e.V. nun seine Begrüßungsrede anlässlich der offiziellen Einweihung des neuen Spielfeldes. Neben Vertretern aus der Regionalpolitik, Ehrenmitgliedern, Sponsoren, Spendern, Helfern und zahlreichen Vereinsmitgliedern war auch die Dietmar Hopp Stiftung in die 1.000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Germersheim gekommen. Sie hat den Bau des Kunstrasenplatzes mit einer Spende von 140.000 Euro unterstützt.

„Vor acht Jahren war der TuS Knittelsheim noch ein kleiner Dorfklub mit lediglich einer Herren- und einer Reservemannschaft. Seitdem hat sich viel getan“, weiß Henrik Westerberg, Referent Sport der Dietmar Hopp Stiftung. „Mittlerweile sind alle Jugend-Altersklassen besetzt, hinzukommen drei Herren- und zwei Damenmannschaften sowie ein Alte-Herren-Team. Die Verantwortlichen haben gezeigt, dass sie etwas bewegen wollen und können und solche Vereine unterstützt die Dietmar Hopp Stiftung bei ihrer infrastrukturellen Weiterentwicklung sehr gerne“, begründete Westerberg die Bewilligung der Spende. „Ich habe schon sehr viele Vereine kennenlernen dürfen, aber hier habe
ich direkt einen ganz besonderen Spirit gespürt. Daher freue ich mich, dass wir einen Teil dazu beitragen konnten, die Zukunft des Vereins und die Jugendarbeit zu festigen”, so Westerberg.

340 Helfer, 400 LKW-Ladungen

„Ohne diesen neuen Platz hätten wir die Qualität und den Umfang unserer Nachwuchsarbeit nicht aufrechterhalten können“, betonte Richter. „Wir sind überglücklich, dass wir es geschafft haben und sehr dankbar für die Unterstützung, die wir erfahren haben. Ohne das Engagement des gesamten Vereins und der großzügigen Spendengelder wäre solch ein Projekt als kleiner Verein nicht realisierbar gewesen“, so Richter weiter. Einen kleinen Baustein im Finanzierungskonzept bildeten auch die 15.000 Euro, die der Verein durch den Gewinn der Aktion „Verein des Monats“ erwirtschaftet hat. Der TuS-Präsident unterstrich: „Alles, was wir selbst bewerkstelligen konnten, haben wir auch selbst umgesetzt. Vielen Dank an alle Beteiligten für die tatkräftige Unterstützung!“

Seit dem Auftakt im April 2018, als Fundamente für das Flutlicht ausgehoben wurden, waren in 49 Arbeitseinsätzen 340 Helfer mit insgesamt 1.115 Arbeitsstunden im Einsatz, um die neue Sportanlage fertigzustellen. Für das 90×60 Meter große Spielfeld wurden 6.191 Quadratmeter Kunstrasenfläche verlegt. Alleine für die Vorarbeiten mussten 3.180 Kubikmeter Erde bewegt werden, 400 LKW-Ladungen und insgesamt 8.100 Tonnen Material wurden während der Baumaßnahmen angeliefert. „Lediglich der hohe Grundwasserspiegel hat uns etwas Sorgen gemacht, weshalb sich der Bau ein wenig verzögert hat”, berichtete Projektleiter Klaus Rieg.

Dem Projektleiter war es auch vorbehalten, den Kunstrasenplatz gemeinsam mit dem „Knittelsheimer Kätzel“ Laura I. offiziell freizugeben, im Anschluss folgte die Segnung durch den katholischen Pfarrer und der protestantischen Pfarrerin. Die sportliche Premiere missglückte zwar beim 2:5 der ersten Mannschaft gegen den FC Lustadt, dem großen Gefühlsgemenge aus Freude, Erleichterung und Stolz tat das aber keinen Abbruch. Denn, so Richter: „Der Verein kann, auch wegen der nun deutlich besseren infrastrukturellen Möglichkeiten, zuversichtlich und optimistisch in die Zukunft blicken.“

Zum TuS 03/25 Knittelsheim e.V.

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