Mittwoch, 01. September 2021

Caritas legt Grundstein für neue Reha-Klinik

Ein Dekan steht Hinter dem Grundstein und hält Hammer und Kelle in die Höhe, ein zweiter Mann steht im Hintergrund

Dekan Karl Jung präsentiert Hammer und Kelle des Kurfürsten von 1733. (im Hintergrund Caritas-Vorstand Volker Hemmerich) Bild: Caritasverband Mannheim e.V. (Koch)

Neben der Mannheimer Liebfrauenkirche entsteht eine neue Rehabilitationsklinik des Caritasverbandes Mannheim. Ende August wurde, begleitet von guten Wünschen für den Baufortschritt und mit dem Hammer des Kurfürsten bekräftigt der Grundstein gelegt. Der Neubau im Jungbusch, den die Dietmar Hopp Stiftung mit 700.000 Euro fördert, bietet ab Herbst 2022 23 stationäre und sechs ambulante Reha-Plätze für psychisch erkrankte Menschen.

Im Rahmen einer Segensfeier mit Dekan Karl Jung wurde die Schatulle, welche eine Urkunde mit der Projektbeschreibung, die Planungsunterlagen, den Jahresbericht des Caritasverbands, eine Tageszeitung und einen Satz Münzen enthält, in den Grundstein gelegt, der mit Weihwasser gesegnet wurde.

In guter Tradition hatte Dekan Karl Jung den Hammer und die Kelle mitgebracht, die Kurfürst Carl Philipp für die Grundsteinlegung der Jesuitenkirche im Jahr 1733 anfertigen ließ. Mit symbolischen Hammerschlägen gaben der Dekan, der Caritas-Vorstand und weitere Gäste dem Bauvorhaben ihre guten Wünsche mit.

Caritas-Vorstandsvorsitzende Regina Hertlein dankte den Förderern des Bauprojekts, allen voran der Dietmar Hopp Stiftung, die eine Fördersummer von 700.000 Euro zur Verfügung stellt: „Das ist eine sehr große Hilfe und ein toller Beitrag.“ Die Destag-Stiftung finanziert die Ausstattung der Bürotrainingsräume. Diese Unterstützung ist umso wichtiger, als die Refinanzierung von Rehabilitationskliniken schwierig ist, da in den Pflegesätzen der Kostenträger kein Anteil für Investitionskosten ausgewiesen ist. Deshalb hätten viele Kliniken einen Investitionsstau, so Hertlein. Insofern sei die Entscheidung für den Neubau mit einer Investitionssumme von 5,6 Millionen Euro für den Caritasverband ein Wagnis gewesen.

Ein weiterer Dank ging an die Kirchengemeinde Johannes XXIII., die das Grundstück neben der Kirche durch Erbpacht zur Verfügung stellt und damit den Bau in innenstadtnaher Lage ermöglichte. „Die räumliche Nähe zum Zentralinstitut für Seelische Gesundheit und die gute Zusammenarbeit sind uns sehr wichtig“, betonte Regina Hertlein.

Die neue Reha-Klinik an der Schanzenstraße wird das Elisabeth-Lutz-Haus in der Oststadt ersetzen, welches räumlich nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Neben geräumigen Einzelappartements entstehen diverse Therapie- und Trainingsräume, darunter eine Holzwerkstatt, eine Lehrküche, eine Kreativwerkstatt sowie Räume für Bürotraining, Physio- und Bewegungstherapie. Ziel ist, die psychisch erkrankten Menschen zu stabilisieren und so zu fördern, dass sie eine Ausbildung oder Arbeit aufnehmen können.

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