Freitag, 09. April 2021

Fußballspiel auf Olivenkernen: SV Neunkirchen fördert Jugendsport und Umweltschutz

Der neue Platz konnte leider Corona bedingt noch nicht so ausgiebig genutzt werden wie geplant. Foto: SV NeunkirchenDurch die innovative Gestaltung des Platzes mit organischem und recyceltem Material wird ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet. Foto: SV Neunkirchen

Eingespielt ist er schon, aber nicht offiziell eingeweiht – und momentan ruht Corona bedingt auch der Trainingsbetrieb wieder. Dennoch freuen sich die Mitglieder des SV Neunkirchen über ihren neuen Kunstrasenplatz und hoffen, auch eine Einweihungsfeier nachzuholen, wenn die Pandemie-Lage es zulässt. Die Dietmar Hopp Stiftung hat den Bau des neuen Trainingsplatzes mit einer Spende in Höhe von 25.000 Euro unterstützt.

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen wird großgeschrieben beim SV Neunkirchen, der gute Trainingsarbeit für fußballbegeisterten Nachwuchs in dem 1.800 Einwohner zählenden Ort anbietet. Die Jugendarbeit im Verein leistet zugleich einen wichtigen sozialen Beitrag für die gesamte Gemeinde. Um sie in Zukunft zu sichern und auszubauen, war eine Verbesserung der Infrastruktur auf dem Vereinsgelände notwendig geworden.

Die Arbeiten am Außengelände umfassten unter anderem den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes, um das Jugendtraining auch bei schlechter Witterung sicherzustellen und die Kapazitäten zu erhöhen. „Unser Trainingsplatz liegt in einem schattigen und feuchten Bereich am Waldrand und war daher häufig unbespielbar“, erklärt Vorstand Klemens Knörzer. Daher habe man gemeinsam mit einem Hersteller von Kunststoffrasen aus alternativem Füllmaterial in einem Pilotprojekt begonnen, einen neuen Trainingsplatz zu bauen. Das Besondere daran: Es ist der erste Kunststoffrasenplatz, der beim Füllmaterial statt auf Kunststoffgranulat auf geschredderte Olivenkerne setzt. Das ist doppelt nachhaltig, weil nicht nur ein Austrag in die Umwelt und die Entsorgung unproblematisch sind, sondern auch, weil Olivenkerne als Abfallprodukt der Speiseöl-Industrie nicht extra hergestellt werden müssen.

„Für uns ist die Zusammenarbeit mit dem Hersteller in einem Pilotprojekt sowohl aus ökologischer als auch aus finanzieller Perspektive ein Glücksfall“, sagt Knörzer. Mithilfe des neuen Platzes kann der Verein nicht nur nachhaltige Jugendarbeit leisten, sondern auch die Umwelt schützen und sie für nachfolgende Generationen erhalten. Darüber hinaus hat der Hersteller einen großen Teil der Kosten für den 1.200 Quadratmeter großen Platz übernommen.

Trotz der hinzukommenden großen Eigenleistung von Vereinsmitgliedern wurde allerdings weitere Unterstützung notwendig, um den aus recyceltem Material hergestellten Unterbau sowie die Umrandung und Ausstattung mit Jugendtrainingsmaterialien sicherzustellen: „Wir sind der Dietmar Hopp Stiftung sehr dankbar, dass sie geholfen hat, das Projekt umzusetzen“, unterstreicht Klemens Knörzer.

Henrik Westerberg, Referent Sport bei der Dietmar Hopp Stiftung, freut sich, dass durch die Unterstützung des SV Neunkirchen gleich zwei Themen, die dem Stifter am Herzen liegen, profitiert haben: „Mit unserer Förderung honorieren wir vor allem das vielfältige Engagement des Vereins für den Jugendsport und die große Eigeninitiative der Mitglieder. Dass außerdem durch die innovative Gestaltung des Platzes mit organischem und recyceltem Material ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet wird, war ein Grund mehr, das Vorhaben mit 25.000 Euro zu unterstützen.“

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