Bürstadt: Einweihung eines Herzensprojekts

„Mir geht das Herz auf“, bekannte Bürgermeisterin Bärbel Schader bei der Eröffnung des Bildungs- und Sportcampus Bürstadt. Warum das Projekt diesen Effekt haben kann, sahen am 22. September rund 200 Gäste, darunter Stifter Dietmar Hopp und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sowie sein Amtsvorgänger Volker Bouffier.

Nicht nur die zahlreichen Angebote, die der Campus macht, ließen auch bei den Besuchern das Herz aufgehen, sondern auch die Entstehungsgeschichte des Projekts, das bereits mit zwei Architekturpreisen versehen wurde, und das Engagement und die Beteiligung zahlreicher Förderer und Bürger.

Die Idee der außergewöhnlichen Maßnahme geht auf die alla hopp!-Anlage zurück, die seit 2016 Bürgerinnen und Bürger Bürstadts begeistert. Auf einem in die Jahre gekommenen Sportareal sollte ein zukunftsfähiger Bildungs- und Sportcampus für alle Generationen entstehen. Auf 68.000 Quadratmetern sind heute auf dem neuen Gelände die Nachwuchskicker des Jugendfördervereins (JFV) ebenso zu Hause wie Teams des VfR, der Pfeil- und Bogenclub, der Turnverein sowie die Radfahrervereinigung. Neben den Vereinsangeboten laden verschiedene Bewegungselemente niederschwellig zu Bewegung und Begegnung ein. Schillerschüler sollen hier künftig nachmittags betreut werden und im Bildungszentrum sind darüber hinaus Seminare und Kurse durch das Lernmobil Viernheim angedacht.

22 Millionen Euro hat das Projekt insgesamt gekostet, 18 Millionen sind durch Zuschüsse gedeckt. Die Dietmar Hopp Stiftung hat mit einer Spende in Höhe von 2,2 Millionen Euro an den JFV die Hälfte des Bildungszentrums und ein Kunstrasenfeld ermöglicht. „Bewegung und Bildung“ seien besonders wichtig im Leben, bescheinigte dann auch Dietmar Hopp, der es sich nicht nehmen ließ, gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Sport und Gesellschaft offiziell ein rotes Band zum Areal durchzuschneiden.

Als „Leuchtturmprojekt für ganz Hessen“ bezeichnete Hessens Ministerpräsident Boris Rhein den Bürstädter Bildungs- und Sportcampus und auch Heike Bauer, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung, nannte das Projekt nicht zuletzt aufgrund der Einbeziehung städtebaulicher Aspekte sowie neuer Energie- und Verkehrskonzepte ein „Modell und Vorbild für andere Gemeinden“ auch über die Grenzen Hessens hinaus. Sie betonte außerdem die vielen Berührungspunkte des Projekts mit den Förderschwerpunkten der Stiftung: Es gehe um Sport und Bildung, aber auch um Gesundheit durch Bewegung und Generationen übergreifende Begegnungen und das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap.