Innovatives digitales Bildungserlebnis: TUMO-Zentrum Mannheim eröffnet

Bis zu 1.000 Jugendlichen pro Woche steht ein neues außerschulisches Lernangebot zur Verfügung: In Mannheim wurde am 21. März das nach Berlin bundesweit zweite TUMO-Zentrum eröffnet.

TUMO hat seinen Ursprung in Armenien. Dort wurde das innovative digitale Bildungskonzept entwickelt, das Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren ermöglicht, freiwillig und nach der Schule ihre Fähigkeiten in acht vielseitigen digitalen Lernfeldern zu erweitern. Angeboten werden Robotik, Programmierung, 3-D-Modellierung, Spieleentwicklung, Fotografie, Grafikdesign sowie Video- und Musikproduktion.

Die Jugendlichen kommen zweimal in der Woche ins Zentrum und starten dort mit bis zu drei von ihnen ausgewählten Lernfeldern. Zunächst erarbeiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Grundkenntnisse in den Themengebieten, die sie anschließend in Workshops und Learning Labs vertiefen. Dabei werden sie von Coaches und Workshopleitern unterstützt. Die Teilnahme ist für die Kinder und Jugendlichen kostenlos, was in Mannheim unter anderem durch eine Unterstützung durch die Dietmar Hopp Stiftung in Höhe von 5,5 Millionen Euro ermöglicht wird.

„Unserem Stifter liegt die Bildung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen, da sie die Grundlage für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben ist“, erklärte Heike Bauer, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung, anlässlich der offiziellen Eröffnung im März. TUMO gehe neue Wege, um vor allem auch Kindern aus bildungsfernen Milieus gute Starchancen zu ermöglichen.

Das erste TUMO- Zentrum wurde 2011 im Tumanyan-Park in Armeniens Hauptstadt Eriwan eröffnet. Er ist nach dem armenischen Schriftsteller Hovhannes Tumanyan benannt und heißt im Volksmund kurz TUMO-Park. Mittlerweile gibt es vier TUMO-Zentren in Armenien und neun weitere weltweit. Das Mannheimer Zentrum ist in dem von NEXT Mannheim betriebenen Technologiezentrum MAFINEX auf dem Lindenhof angesiedelt, wo ihm auf drei Etagen modernste Ausstattung und Technik zur Verfügung stehen.

„Wir haben das TUMO-Zentrum Mannheim gezielt in unserem MAFINEX Existenzgründerzentrum angesiedelt“, so Oberbürgermeister Christian Specht. „Hier kommen junge Menschen, die sich für digitales Denken und Kreativtechniken interessieren, direkt in Kontakt mit spannenden tech-orientierten Start-ups.“

Die Trägerschaft des Mannheimer Zentrums hat Starkmacher e. V. übernommen, ein Träger der freien Jugendhilfe und außerschulischen Jugendbildung mit großer Expertise im Bereich der Förderung von Selbstwirksamkeit, Kreativität und Diversität von jungen Menschen. Starkmacher-Vorstand Christian Röser dankte vor rund 200 geladenen Eröffnungsgästen, Partnern und Förderern, darunter der Dietmar Hopp Stiftung und der Stadt Mannheim sowie dem ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, „der das Konzept seinerzeit nach Mannheim geholt hat.“ Zusammen mit weiteren Partnern seien sie eine „wertvolle Unterstützung, diese neue Bildungsinitiative so erfolgreich auf den Weg zu bringen.“ Die große Zahl an Gästen bei der feierlichen Einweihung zeuge ebenso wie die Zahl der Anmeldungen der ersten jugendlichen Teilnehmer „von enormem Interesse für das TUMO-Bildungsangebot.“

Die zukunftsweisende Bedeutung des neuen Angebots wurde dadurch unterstrichen, dass auch Sandra Boser MdL, Staatssekretärin im Ministerium von Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie Pegor Papazian, Co-Founder vom TUMO-Center for Creative Technologies in Armenien und Michael Strauß von der KfW Bankengruppe bei der Eröffnungsfeier persönlich ihre Grußworte überbrachten.

https://mannheim.tumo.de