Aufbau eines Techniklabors

Unter dem Motto „Tüfteln, Erfinden, Verstehen“ bietet das ExploHeidelberg im Techniklabor Workshops zu vielfältigen Themen aus dem Technik-Bereich an.Meike Leupold übergibt das Förderschild der Dietmar Hopp Stiftung an Peter Wittlinger (1.v.l.) und Frank-Dieter Heck(3. v.l.). Foto: Explo LaborIm neuen Techniklabor im Heidelberger Zoo testen (v.l.) Peter Wittlinger (Leiter des Techniklabors), Meike Leupold (Dietmar Hopp Stiftung), Frank-Dieter Heck (Kfm. GF Zoo Heidelberg) und Petra Mohr (Ausstellungsleiterin des Explo) die Exponate, mit welchen die Kinder experimentieren können. Foto: C.SchneiderEin Highlight des Explo-Labors sind die 3D-Drucker und dessen gedruckte Produkte, welche hier von Carina Schneider, Referentin der Dietmar Hopp Stiftung, begutachtet werden. Foto: Explo Labor
Ort:Heidelberg
Zielsetzung:Aufbau des Explo Techniklabors in Heidelberg
Projektpartner:Stiftung Jugend und Wissenschaft Heidelberg
Laufzeit:2015-2018
Förderhöhe:100.000 €

Die jungen Tüftler und Erfinder rannten Peter Wittlinger förmlich die Bude ein. Das „Techniklabor“, das der Ingenieur seit sechs Jahren im Explo Heidelberg auf- und ausgebaut hatte, platzte zuletzt aus allen Nähten. Der Plan, Kinder und Jugendliche frühzeitig mit interaktiven Workshops für Technik zu begeistern, ist voll aufgegangen. Problem: Die Räume im Technologiepark im Neuenheimer Feld hielten dem Andrang nicht mehr stand. Lösung: Peter Wittlinger und das „Techniklabor“ sind seit März 2018 auf dem Gelände des Heidelberger Zoos zu Hause. Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte diesen Umzug mit einer Spende in Höhe von 100.000 Euro.

„Endlich mehr Platz für noch mehr Kinder und Jugendliche, für kreative Ideen, für vielfältige Workshops und Angebote“, sagte Meike Leupold, Stiftungsleitung Dietmar Hopp Stiftung, bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten. „Wir wünschen allen kleinen und großen Technikfreaks und denen, die es werden wollen, viel Spaß und erfolgreiches, spielerisches Lernen im Techniklabor.“ Bereits Ende 2017 war das Explo Heidelberg mit seiner interaktiven Ausstellung zu Naturphänomenen in die ehemalige Reithalle des Zoos umgesiedelt. Nun folgte, direkt nebenan, auch das „Techniklabor“.

Die Farbe an den Wänden ist getrocknet, es riecht nicht mehr nach „neu“. Während der Osterferien organisierte Wittlinger erstmals ohne Platzeinschränkung mehrere Workshops mit den Themenschwerpunkten „Robotik“, „Mikrocontroller“ und „Programmierung“, an denen rund 100 Kinder und Jugendliche teilnahmen. „Das ist ein großer Vorteil für uns: Wir können unsere Räume ganztägig nutzen und so die Teilnehmerzahlen verdoppeln.“

Experimentieren mit Bezug zum Alltag

„Für uns ist es ein enormer Vorteil, endlich eigene Räume zu haben“, freut sich Peter Wittlinger. Bislang musste er sich die Räumlichkeiten mit seiner Kollegin Petra Mohr, die die Ausstellungen des Explo leitet, teilen. „Wenn wir unsere Workshops durchgeführt haben, war das jedesmal ein großer Aufwand, weil wir alles umräumen und die Ausstellung teilweise zumachen mussten.“ So zum Beispiel auch bei der Sonderausstellung „Muskelspiele“, die 2012/13 ebenfalls von der Dietmar Hopp Stiftung gefördert worden war. In der neuen Heimat wurden nun feste Installationen – wie etwa aufwändige Messgeräte, PCs, Versuchsstände oder kleine Parcours für Roboter – eingerichtet, die nicht mehr regelmäßig ab- und wieder aufgebaut werden müssen.

Das Konzept des Techniklabors beruht auf Kreativität und freiem Experimentieren, dabei wird immer ein Bezug zum Alltag hergestellt. Nach dem Motto „Tüfteln, Erfinden, Verstehen“ erarbeiten die Teilnehmer individuelle Lösungen, die ein tiefergehendes Verständnis der technischen Zusammenhänge fördern. Hilfe und Anleitung gibt es dabei nur so viel wie unbedingt nötig, denn, so Peter Wittlinger, „den Kindern macht es am meisten Spaß, wenn sie viel ausprobieren können.“

Die Workshops werden für Kinder von sieben bis 16 Jahren angeboten, doch für manche Eltern, die von den Erzählungen ihres Nachwuchses so begeistert waren, hat der Ingenieur auch schon mal eine Ausnahme gemacht. Wenn es nach ihm geht, sollen bald auch Workshops für Fünfjährige angeboten werden: „Je jünger die Kinder, desto offener sind sie.“

Stand: Mai 2018

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