Erlebbare Kunstgeschichte

Das digitale Puzzlespiel „Die Geheimnisse des Kaiserdoms“ nähert sich auf spielerische Weise der Dom-Ausmalung. Grafik: ArchimediXVisualisierung der ehemaligen Domausmalung. Quelle: ArchimediXDr. Manfred Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer, und Meike Leupold, Dietmar Hopp Stiftung, präsentieren die mobile Medienstation am Dom. Foto: Ritter
Ort:Speyer
Zielsetzung:Medienpaket zur Dom-Ausmalung des 19. Jahrhunderts
Projektpartner:Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer
Laufzeit:2012/2013
Förderhöhe:50.000 €

Der im Jahr 1061 geweihte Speyerer Dom ist UNESCO-Weltkulturerbe. Von 1846 bis 1853 malte Johann Baptist Schraudolph die großen Wandflächen des Kaiserdoms aus. Die Ausmalung war in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Im Zuge der Domrestaurierung in den 1950er Jahren wurden sämtliche Bilder bis auf den Bilderzyklus im Mittelschiff abgenommen, um dem salischen Bauwerk seine – vermeintlich – romanische Raumgestalt wieder zu geben. Die Bilder wurden durch eine damals neu entwickelte Abnahmetechnik erhalten. Neun der Fresken sind heute in einer Ausstellung zu bewundern.

Die Visualisierung der beeindruckenden Wirkung der Dom-Ausmalung in ihrer ursprünglichen Form war Ziel eines Medienprojekts, das von der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer initiiert wurde. Es besteht aus drei Komponenten: Mobile Medienstationen wenden sich an die Öffentlichkeit und geben mit teils historischem Bild-, Text- und Filmmaterial ausführliche Informationen zur Dom-Ausmalung, zur Rekonstruktion, zu den dargestellten Heiligen, und zur Baugeschichte des Doms. Die Medienstationen können bei der Stiftung Kaiserdom ausgeliehen werden. Das digitale Puzzlespiel „Die Geheimnisse des Kaiserdoms“ nähert sich auf spielerische Weise in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden der Dom-Ausmalung. Zahlreiche spannende Informationen und die Recherchemöglichkeiten führen Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren in die Bildsprache der Kunstgeschichte ein. Das Spiel kann kostenlos auf der Internetseite der Stiftung Kaiserdom heruntergeladen werden. Mithilfe eines Präsentationswerkzeugs ist es möglich, virtuelle Domansichten aus zehn Jahrhunderten aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar zu machen. Die Simulation ist Basis für die beiden anderen Teile des Medienpakets und als einzelnes Werkzeug insbesondere in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Domgeschichte nutzbar.

Die Dietmar Hopp Stiftung förderte die Erstellung des dreiteiligen Medienpakets zur Dom-Ausmalung mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro.

www.stiftung-kaiserdom.de

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