alla hopp! – Jetzt kommt Bewegung rein

„Guck mal Mama, wo ich bin!“ Der fünfjährige Theo steht stolz auf dem Klettergerüst und winkt seiner Mutter Tina zu, die mit seinem sechsmonatigen Bruder auf einer Bank in der Nähe sitzt. „Letztes Jahr war er noch zu klein, um dort hochzuklettern“, erklärt die 30jährige, die mit ihrer Familie regelmäßig alla hopp!-Anlagen besucht, dieses Mal die in Schwetzingen, wo ihr Sohn begeistert den großzügig angelegten naturnahen Spiel- und Bewegungsplatz ausprobiert.

Ihnen gefalle es auf den alla hopp!-Anlagen, weil sie Spiel, Spaß und Bewegung für jeden bieten. Das bestätigt auch ihr Vater, der heute dabei ist. Er hat die Fitnessgeräte genutzt, die für alle Generationen geeignet sind. „Die Übungen machen Spaß und sind manchmal sogar ziemlich anstrengend“, lautet sein Fazit. Für sie persönlich sei der Geräte-Parcours auf der alla hopp!-Anlage keine wirkliche Alternative zum Fitnessstudio, sagt seine Tochter, die seit ihrer Kindheit auch Mannschaftssport betreibt. Sie fände aber die Idee toll, dass Menschen, die nicht in einem Verein oder Fitnessstudio Mitglied werden wollen, auf der alla hopp!-Anlage ein niederschwelliges und kostenfreies Bewegungsangebot bekommen. „Und die Geräte sind schon richtig gut, wenn ich mit den Kindern hier bin, nutze ich manchmal auch die Gelegenheit, etwas für mich zu tun“, schmunzelt sie.

Theo ist derweil schon auf dem Weg zur nächsten Attraktion. Nach Klettern und Balancieren wendet er sich ruhigeren Dingen zu: Der Wasserstrudel, eins von mehreren Forscherelementen auf der Anlage, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus der Kleinen Forscher ausgewählt wurden, hat es ihm angetan. Aufmerksam beobachtet der Junge zusammen mit seinem Großvater, welchen Weg das Wasser nimmt.

Die Ferienzeit im Sommer nutzt die junge Familie, um verschiedene alla hopp!-Anlagen zu besuchen. „Jede einzelne Anlage können wir immer wieder besuchen und es wird nie langweilig“, lobt die Mutter, dass keine Anlage wie die andere ist. Noch nutze ihr Sohn überwiegend die Spielgeräte für kleinere Kinder, aber manchmal versuche er – noch vergeblich – auch, die Kletterwand oder den Mikadowald zu erobern. Auf der Speyerer alla hopp!-Anlage beobachte er außerdem genau die jugendlichen Parcours-Läufer, die mit atemberaubenden Kunststücken Hindernisse überwinden. „Am Liebsten würde er wohl mitmachen, aber damit warten wir besser noch ein paar Jahre“, sagt der 63jährige Großvater mit Blick auf die zahlreichen in den einzelnen Kommunen individuell ausgewählten Angebote für Teenager wie zum Beispiel Slacklines, Skater-Anlagen oder Tischtennisplatten.

Von Bewegungsparcours, Trampolinen oder Slacklines ist Theos sechs Monate alter Bruder Julian noch weit entfernt. Aber bevor es nach Haus geht, nehmen Mama, Opa und der große Bruder ihn noch mit ins Generationenkarussell, das auf keiner alla hopp!-Anlage fehlen darf. „Und nächsten Sommer kann Theo ihm dann vielleicht schon den Spielplatz für die Kleinen zeigen“, sagt Mutter Tina zum Abschied. Denn das sei das Schöne an den alla hopp!-Anlagen: Sie bieten nicht nur für jede Generation Abwechslung, sondern auch für Kinder und Jugendliche jeder Altersklasse.

Über die alla hopp!-Anlagen

Insgesamt 19 alla hopp!-Anlagen gibt es in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Dietmar Hopp Stiftung hat die Idee dazu selbst entwickelt, die Anlagen in einer einmaligen Aktion für insgesamt 45 Millionen Euro errichtet und den Kommunen geschenkt. Aus fast 130 Bewerberstädten und -gemeinden in der Metropolregion wurden 19 ausgewählt, die Pilotanlage wurde 2015 in Schwetzingen eingeweiht, mit der Inbetriebnahme der letzten Anlage 2017 in Mörlenbach endete die Aktion.

In den alla hopp!-Anlagen sind verschiedene Förderschwerpunkte der Dietmar Hopp Stiftung vereint:  Sie sollen Begegnungen zwischen den Generationen, Inklusion und das soziale Miteinander anregen. Die Elemente, die gemeinsam mit der Stiftung Haus der Kleinen Forscher implementiert wurden, dienen zudem der Bildung. Und es geht natürlich um Sport und Bewegung und damit um die Gesundheit: „Meine Stiftung fördert seit Jahrzehnten Jugendsport in den Vereinen der Region. Die alla hopp!-Anlagen erreichen auch Menschen, die sich sportlich betätigen wollen, aber nicht in einem Verein organisiert sind“, so Dietmar Hopp, der sich der vielseitigen Bedeutung des Sports bewusst ist: „Sport macht nicht nur Spaß. Sport macht fit, fördert soziale Kompetenzen und steigert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Wer regelmäßig Sport treibt, profitiert sein ganzes Leben davon.“

Um Menschen zur Bewegung zu animieren und Begegnungen zu ermöglichen, verfügen alle alla hopp!-Anlagen über drei Module: einen Bewegungsparcours für Jedermann, einen Kinderspielplatz für die Jüngsten und einen naturnahen Spiel- und Bewegungsplatz für Schulkinder. Abhängig von den Gegebenheiten vor Ort gibt es zusätzlich Flächen für Jugendliche, zum Beispiel mit Slacklines, Skateboard- und Inliner-Bahnen, Tischtennisplatten oder Angebote für Parcours-Läufer.

Neben den feststehenden Modulen und wiederkehrenden Elementen wie Familienkarussell, Trailtreppe, Trampolinen und Mikadowald hat jede alla hopp!-Anlage ihren eigenen Charakter und wurde von Landschaftsplanern individuell gestaltet. Die Bewegungs- und Begegnungsstätten sind unter Beteiligung der Gemeinden entstanden: Wünsche aus der Bevölkerung wurden in entsprechenden Prozessen erarbeitet und umgesetzt, was auch die große Akzeptanz der Menschen erklärt.

Von Anfang an erfüllten die alla hopp!-Anlagen, was sich Dietmar Hopp gewünscht hatte: „Sie sollen den Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar generationsübergreifend viel Freude bereiten.“