Innovative Behandlungsmethode bei Brustkrebs

Katrin Tönshoff, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung (3.v.l.) und Prof. Dietrich von Fournier, medizinischer Berater (l.), freuen sich gemeinsam mit Professor Dr. Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg (3.v.r.) sowie weiteren Projektverantwortlichen über die innovative Behandlungsmethode. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Ort:Heidelberg
Zielsetzung:Verkürzung der Therapiezeit durch Bestrahlung während OP
Projektpartner:Universitätsklinikum Heidelberg
Laufzeit:2010
Förderhöhe:1.300.000 €

Mit Hilfe eines innovativen mobilen Bestrahlungsgerätes können an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg Brustkrebs-Patientinnen nun bereits während der Operation mit Elektronen bestrahlt werden. Bisher war bei der Behandlung von Brustkrebs in der Regel eine sechs- bis siebenwöchigen Strahlentherapie nach der Operation notwendig durch die im Gewebe verbliebene Tumorzellen abgetötet und das Risiko einer erneuten Erkrankung gesenkt werden sollte. Radiologen bestrahlten dazu die Brust der Patientin von außen mit Röntgen- oder Elektronenstrahlen. Dabei wurde das umliegende Gewebe zwangsläufig mitbestrahlt. Durch die deutschlandweit einmalige, intraoperative Bestrahlung mit Elektronen kann die Strahlentherapiezeit, die für Patientinnen enorm belastend ist, um etwa 2 Wochen verkürzt werden oder möglicherweise sogar ganz entfallen.

Bei einer brusterhaltenden Operation wird das mobile Bestrahlungsgerät nach Entfernung des Tumors direkt am Operationstisch eingesetzt. Ein Rohr lenkt die Elektronen zielgerichtet für wenige Minuten auf die zu behandelnde Operationswunde – so werden Haut und benachbarte Organe der Patientinnen optimal geschont und das Gewebe effizient bestrahlt. Die Operationszeit verlängert sich beim Einsatz des mobilen Bestrahlungsgeräts lediglich um 20 Minuten. Die Behandlung eignet sich für rund 80 Prozent der Patientinnen mit Brustkrebs, die an der Heidelberger Frauenklinik operiert werden.

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte die Finanzierung des mobilen Bestrahlungsgerätes mit 1,3 Millionen Euro.

Uniklinikum Heidelberg

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Pressemitteilung 02.02.2010

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