Miniatur-PET für Kleintiere

Miniatur-PET – Tomographiegerät für Kleintiere

Mit dem Positronen-Emissions-Tomographen (PET) für Kleintiere lassen sich Versuchstiere wie Ratten und Mäuse sehr genau und schonend untersuchen. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Ort:Heidelberg
Zielsetzung:Therapiebeobachtung bei Kleintieren
Projektpartner:Universitätsklinikum Heidelberg
Laufzeit:2008
Förderhöhe:1.000.000 €

Untersuchungen an Tieren sind nicht beliebt aber unerlässlich, wenn es darum geht, bessere Therapien für schwere Erkrankungen des Menschen zu entwickeln. Mit einem Miniatur-PET – einem Positronen-Emissions-Tomographen (PET) für Kleintiere – lassen sich Versuchstiere wie Ratten und Mäuse sehr genau und schonend untersuchen. Das moderne bildgebende Verfahren erkennt beispielsweise Tumoren sehr genau und lässt nachvollziehen, wie neue Therapien im Körper wirken. Das speziell für Kleintiere entwickelte Gerät dient nicht allein dem Erkenntnisgewinn: Auch die Anzahl der notwendigen Untersuchungen an Tieren lässt sich mit dem Mini-PET deutlich senken.

Für den Erwerb eines Positronen-Emissions-Tomographen im Miniaturformat am Universitätsklinikum Heidelberg hat die Dietmar Hopp Stiftung im Jahr 2008 eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Seither ist das Gerät in vielen medizinischen Projekten eingesetzt worden, beispielsweise um neue Verfahren zur Therapie von Herz- und Krebserkrankungen zu erproben.

Die bislang erfolgreichste Entwicklung ist ein neuer „Tracer“, eine Art molekularer Suchhund, der ein spezielles Protein – das sogenannte Prostataspezifische Membranantigen – auf Krebszellen der Prostata erkennen kann. Der Tracer wird seit dem Jahr 2011 zur Diagnose des Prostatakarzinoms verwendet und hat seither in Kliniken weltweit Verbreitung erfahren. Auch ein „Therapie-Tracer“ konnte zwischenzeitlich entwickelt werden: Er wird eingesetzt, um Patienten zu behandeln, die an metastasiertem Prostatakrebs erkrankt sind. Ohne die Untersuchung von Tieren im Miniatur-PET wären diese Entwicklungen und ihr rascher Transfer vom Labor in die Klinik zum Patienten nicht möglich gewesen.

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