Moderne Punktionseinheit für präzise Diagnosen

Moderne Punktionseinheit der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Ort:Heidelberg
Zielsetzung:Präzise Entnahme von Gewebeproben
Projektpartner:Universitätsklinikum Heidelberg
Laufzeit:2009
Förderhöhe:32.000 €

Zeigen sich bei der Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) verdächtige Gewebeveränderungen, z.B. mikroskopisch kleine Verkalkungen des Drüsengewebes, bringt in der Regel eine Gewebeprobe Klarheit. Die neue Punktionseinheit der Universitäts-Frauenklinik ist an denselben Röntgendetektor angeschlossen, der auch für die digitale Mammographie verwendet wird. Dabei misst ein Detektor die Röntgenstrahlen nach ihrem Weg durch das Gewebe und wandelt sie in digitale Signale um. Bildausschnitte können den genauen Ort der Veränderung in der Brust anzeigen. Selbst kleinste Veränderungen sind gut zu erkennen und zu lokalisieren.

Derselbe Detektor wird für die Lokalisation der Gewebeveränderungen bei der Biopsie eingesetzt. Die Bilder aus Mammographie und Röntgenaufnahmen des heraus gestanzten Gewebes sind direkt vergleichbar. Die hohe Bildqualität wird an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen täglich durch das europäische Referenzzentrum an der Universität Löwen in Belgien überprüft.

Ein weiterer Vorteil des neuen Geräts: Der Arzt bestimmt auf dem Bildschirm das Ziel im Gewebe, und die Punktionseinheit führt die Biopsienadel automatisch an die Veränderung in der Brust. Auf diese Weise kann das Gewebe exakt an der geplanten Stelle entnommen und diese Stelle kann markiert werden.

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte die Anschaffung einer modernen Punktionseinheit für die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg mit einem Betrag in Höhe von 32.000 Euro.

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