Optimale Versorgung für Früh- und Neugeborene

Wenn Mutter oder Vater ihr Baby während des Krankenhausaufenthalts begleiten, können Neugeborene früher und gesünder entlassen werden.In dem großzügig und freundlich gestalteten Patientenzimmern können Eltern mit ihrem Kind übernachten. Foto: Universitätsklinikum HeidelbergFürsorgliche Betreuung von der ersten Minute.
Ort:Heidelberg
Zielsetzung:Abteilungen für Neonatologie und Kinderkardiologie
Projektpartner:Universitätsklinikum Heidelberg
Laufzeit:2011/2012
Förderhöhe:5.250.000 €

„Die Erfahrung zeigt, dass Neugeborene, die von Mutter oder Vater während des Krankenhausaufenthalts begleitet werden, früher und gesünder entlassen werden können“, erklärt Prof. Pöschl, Leiter der Neonatologie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg.

2008 zog fast das gesamte Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg in die neue Kinderklinik um. Zum Jahreswechsel 2011/2012 folgen die Abteilungen, die noch in der alten Kinderklinik geblieben waren: die Neonatologie sowie die Abteilung Kinderkardiologie / Angeborene Herzfehler.
Der neue Standort hat nicht nur den Vorteil, sämtliche Abteilungen unter einem Dach zu vereinen, sondern bietet auch Platz für großzügig und freundlich gestaltete Patientenzimmer, in dem die Eltern mit ihrem Kind übernachten können. Wenn Anfang 2013 auch die Frauenklinik neben der Kinderklinik ihren neuen Standort bezieht, liegt der Kreißsaal Tür an Tür zur Station für Neu- und Frühgeborene. So entsteht ein europaweit einzigartiges Mutter-Kind-Zentrum auf dem derzeit höchsten medizinischen Niveau. Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte die Einrichtung dieses sogenannten „Perinatalzentrums“, in dem auch Frauen mit Hochrisikoschwangerschaften betreut werden, mit einer Spende in Höhe von 2,25 Millionen Euro. Zusätzlich fördert die Dietmar Hopp Stiftung den Bau der neuen Frauenklinik durch einen zinslosen Kredit in Höhe von 10 Millionen Euro.

Die Abteilung Kinderkardiologie / Angeborene Herzfehler verfügt in der neuen Kinderklinik über ein hochmodernes Katheterlabor, mit dessen Hilfe Fehlbildungen am Herzen noch genauer untersucht und korrigiert werden können. „Sie zählen zu den Defekten, die am häufigsten bei Neugeborenen auftreten“, macht Professor Dr. Matthias Gorenflo deutlich. „Eines von 100 kommt damit zur Welt.“ Die Aussichten für die kleinen Patienten sind heute viel besser als etwa noch vor 20 Jahren – unter anderem dank des Herzkatheters, mit dem die Mediziner unter Verwendung von Kontrastmittel beispielsweise Engstellen identifizieren und gleich im Anschluss mit einem kleinen, aufblasbaren Ballon aufdehnen können. Die zukünftige Nähe des Labors zur Frauenklinik ermöglicht dann sogar eine medizinische Behandlung unmittelbar nach der Geburt eines Kindes. Für Bau und Erstausstattung das Heidelberger Kinderherzzentrums hat die Dietmar Hopp Stiftung 3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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