Selbstregulation bei Frühchen fördern

Mit spielerischen Aufgaben werden der Entwicklungsstand und die Selbstregulation der Kinder vor und nach den Elternkursen untersucht. Foto: Nina Reuter, Universitätsklinikum HeidelbergKinder benötigen manchmal Hilfe, um ein Problem zu lösen. Der Elternkurs zeigt, wie viel Hilfe guttut. Fotos: Nina Reuter, Universitätsklinikum HeidelbergDie Eltern werden geschult in Beantwortung der Frage: Was kann mein Kind schon ganz alleine? Fotos: Nina Reuter, Universitätsklinikum HeidelbergDen Kindern bereiten die spielerischen Untersuchungen vor und nach den Kursen viel Freude. Foto: Nina Reuter, Universitätsklinikum HeidelbergEinfache Strategien wie gemeinsames Bilderbuch-Schauen können helfen, sich besser zu konzentrieren. Foto: Nina Reuter, Universitätsklinikum HeidelbergDie Konzentrationsfähigkeit wird auch beim Steckspiel trainiert. Foto: Nina Reuter, Universitätsklinikum Heidelberg Wie setze ich ein Puzzle zusammen? Der Elternkurs unterstützt, wenn Kinder ungeduldig sind. Foto: Nina Reuter, Universitätsklinikum Heidelberg
Ort:Heidelberg
Zielsetzung:Förderung frühgeborener Kinder
Projektpartner:Universitätsklinikum Heidelberg
Laufzeit:2015–2017
Förderhöhe:250.000 Euro

Geduldig am Tisch zu sitzen, in Ruhe ein Bilderbuch anzuschauen und sich nicht ablenken zu lassen – diese wichtige Fähigkeit, die sogenannte „Selbstregulation“, entwickelt sich bei Kindern bereits in den ersten Lebensjahren. Sie ist auch für erfolgreiches Lernen in der Schule essentiell. Frühgeborene Kinder haben im Vergleich zu reifgeborenen Kindern häufiger Probleme in ihrer Selbstregulationsfähigkeit. Es ist daher besonders wichtig, für diese Kinder frühzeitige Hilfestellung anzubieten.

An dieser Stelle greift das Projekt „FILU-F“ (Feinfühlige Interaktionsgestaltung und Gestaltung von Lernumgebungen im Elternhaus – Frühgeborenenmodul): Pädagoginnen und Psychologinnen um PD Dr. Gitta Reuner vom Zentrum für Kinder und Jugendmedizin der Universitätsklinik Heidelberg und Professor Silke Hertel vom Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg wollen im Rahmen der Studie herausfinden, wie Kinder bereits im Alter von zwei bis drei Jahren gefördert werden können, um Problemen in der Regulationsfähigkeit möglichst früh entgegenzuwirken.

Die Wissenschaftlerinnen können belegen, dass Eltern hier eine wichtige Rolle spielen, sei es beim gemeinsamen Puzzeln oder Bilderbuch-Schauen mit ihrem Kind. Wie Eltern diese Unterstützung besonders förderlich gestalten können, ist Inhalt der FILU-F-Elternkurse. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es herauszufinden, ob frühgeborene Kinder und ihre Eltern ebenso von diesen Kursen profitieren. Langfristig soll dann dieses Angebot für Eltern frühgeborener Kinder in der Frühgeborenen-Nachsorge etabliert werden.

Im Rahmen von FILU-F werden dafür ab Oktober 2015 kostenfreie Kurse für Eltern von frühgeborenen sowie reifgeborenen Kindern angeboten. Interessierte Eltern 2- bis 3-jähriger Kinder sind herzlich aufgerufen, mit ihren Kindern an der Studie teilzunehmen. Aktuell suchen wir vorwiegend Eltern von frühgeborenen Kindern für die Studienteilnahme.
Als Dankeschön erhalten die Teilnehmer/-innen eine Familienkarte für den Zoo Heidelberg oder den Luisenpark in Mannheim (Angebot wechselt, bitte erfragen).

Die Studie FILU-F wird von der Dietmar Hopp Stiftung mit 250.000 Euro gefördert.

Kontaktieren Sie bei Fragen oder für eine Anmeldung das Forschungsteam telefonisch oder schriftlich per E-Mail:

Frau Kim Gärtner, Tel. 06221/54-7278
Frau Michaela Schäferling, Tel. 06221/56-37331

E-Mail: filu-f@ibw.uni-heidelberg.de

FILU-F

Stand: September 2017

Übersicht Förderbereich Medizin

Projektpartner

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

FILU - Feinfühlige Interaktionsgestaltung und Gestaltung von Lernumgebungen im Elternhaus