Verbesserung von Wissen und Versorgung von Patienten mit Epilepsie

Am Computer wertet der Arzt das Elektroenzephalogramm des EEG-Patienten aus.

Ort:Mannheim
Zielsetzung:Aufbau einer Internet-basierten Datenbank für Kinder und Erwachsene mit Epilepsie
Projektpartner:Universitäts-Kinderklinik Mannheim
Laufzeit:2000-2006
Förderhöhe:128.000 €

Etwa 1 Prozent der Bevölkerung leidet an Epilepsie. Bei diesem Krankheitsbild senden Nervenzellen unkontrollierte Impulse und lösen damit eine Fehlfunktion des Gehirns aus. Unterschieden werden zwei Arten von Anfällen: fokale und generalisierte. Trotz der großen Verbreitung bei Kindern und Erwachsenen fehlen in der Erforschung der Krankheit wesentliche Informationen zu Anzahl der Neuerkrankungen, Krankheitshäufigkeit, Therapie und zum Therapieerfolg.

Im Jahr 2000 begann das Universitätsklinikum Mannheim, eine Datenbank zur Erfassung relevanter Informationen aufzubauen. Dabei werden Daten ohne persönliche Angaben zentral erfasst und ausgewertet. Durch die Statistik ist es möglich, verschiedene therapeutische Strategien zu vergleichen und das optimale Vorgehen im speziellen Fall eines Patienten zu ermitteln. Die Datenbank, die in deutscher und englischer Sprache verfasst ist, steht weltweit sowohl Kliniken zur Therapieerfolgskontrolle als auch Patienten bzw. den Eltern kleiner Patienten als Informationsquelle zur Verfügung. Die Datenbank beantwortet medizinische Fragen wie Klassifikation von Epilepsie, Standardtherapien und Nebenwirkungen und stellt Adressen zur Verfügung, sie widmet sich aber ebenso weiterführenden Fragen wie z.B. Epilepsie und Schwangerschaft, Führerschein o.ä. Individuelle Fragen können innerhalb der Datenbank per Email an Experten versendet werden.

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte den Aufbau der Internet-basierten Datenbank für Kinder und Erwachsene mit Epilepsie mit einem Betrag von 128.000 Euro.

Zum Universitätsklinikum Mannheim

Zur Epilepsie Datenbank

Übersicht Förderbereich Medizin

Projektpartner