Um bei onkologischen Operationen möglichst schonend optimale medizinische Ergebnisse zu erzielen, setzen Chirurgen zunehmend robotische OP-Systeme ein. Zurzeit ist die hochsensible Technologie für die Schlüssellochmedizin insbesondere bei Eingriffen am Magen, in der Speiseröhre, dem Darm, der Bauchspeicheldrüse und der Gebärmutter auf dem Vormarsch. Im Onkologischen Zentrum Speyer am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer ist dank Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung ein Da Vinci-OP-Roboter der neuesten Generation im Einsatz.
Gerade bei komplexen Operationen bietet der Roboter eine millimetergenaue dreidimensionale Beweglichkeit der Instrumente. Durch die präzise Steuerung der Instrumente auf engstem Raum werden feinste Organstrukturen geschont und Nähte mit größter Genauigkeit angelegt. Der Chirurg steuert während der Operation von einer Konsole aus die Roboterarme, über ein dreidimensionales hochauflösendes Kamerabild sieht er das Operationsgebiet vergrößert. Erste Studien zeigen, dass der Blutverlust während des Eingriffs geringer ist und sich die Patienten schneller erholen als nach einem offenen Eingriff. Das Gerät in Speyer soll auch dazu befähigen, an weiteren Studien teilzunehmen, die helfen sollen herauszufinden, für welche Operationen und Patienten die robotergestützte Chirurgie am sinnvollsten ist.
