Ein „IGLU“ für junge Menschen – Inklusive Wohngemeinschaft Ludwigshafen

Inklusion und Gemeinschaft werden bei IGLU groß geschrieben. Foto: IGLUBeim Kennenlern-Wochenende wurde das Miteinander gestärkt. Foto: IGLUGegenseitig unterstützen sich die Mitbewohner im Alltag. Foto: IGLU
Ort:Ludwigshafen
Zielsetzung:Gemeinschaft und Wohnen für Menschen mit und ohne Behinderung
Projektpartner:Integration statt Aussonderung, Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V.
Laufzeit:2012/2013
Förderhöhe:4.000 €

Zum Erwachsenwerden gehören auch das eigenständige Wohnen und die Ablösung von zu Hause. Viele junge Leute zieht es in eine Wohngemeinschaft. Für die mehrfachbehinderte Melanie Spähn keine Selbstverständlichkeit, wäre doch der vorgezeichnete zentrale Lebensraum eine stationäre Einrichtung gewesen.

Seit November 2012 wohnt Melanie gemeinsam mit drei behinderten und sechs nicht behinderten jungen Menschen in einer inklusiven Wohngemeinschaft in Ludwigshafen. Der Verein „Integration statt Aussonderung, Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e. V.” ist Träger der Wohngemeinschaft. Melanies Unterstützerkreis, bestehend aus Eltern, Freunden, Lehrkräften, persönlichen Assistenten und Therapeuten hat das Konzept für die Inklusive Wohngemeinschaft Ludwigshafen (IGLU) entwickelt. Melanies Leben, ihre Arbeit, ihre Freizeit und das Wohnen, finden in der Normalität einer Wohngemeinschaft statt. Betreut wird sie dabei von ihren persönlichen Assistenzen. Gemeinsam organisiert die Wohngemeinschaft ihr Zusammenleben – alle sind eingebunden. Um ein harmonisches Zusammenwohnen zu gewährleisten, fand im Vorfeld ein Kennenlern-Wochenende statt, bei welchem sich die interessierten Bewohner das erste Mal begegneten und über IGLU austauschen konnten. Darüber hinaus sind zwei pädagogische Kräfte für den reibungslosen Ablauf im Alltag verantwortlich und arbeiten nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Mit den anderen Bewohnern genießt Melanie die Gemeinschaft in der Wohnung: es wird zusammen eingekauft und gegessen, gemeinsam werden Ausflüge und Unternehmungen organisiert. Nun plant die WG auch den guten Kontakt zur Nachbarschaft weiter auszubauen und eine Nachbarschaftshilfe zu initiieren.

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte den Verein „Integration statt Aussonderung, Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e. V.” in der Gründungsphase der Inklusiven WG mit 4.000 Euro für ein Kennenlern-Wochenende der WG-Bewohner.

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