Lebensqualität bis ans Ende

Lachen und Weinen liegen hier ganz nah beieinander: Im Hospiz St. Vincent werden Schwerstkranke und Sterbende in der letzten Phase einer unheilbaren Krankheit unterstützt, gepflegt und begleitet. Der „Rosenraum der Stille“ ist im Hospiz ein Ort des Rückzugs, aber auch für Gespräche und Begegnung.Dekan und Caritasrat-Vorsitzender Karl Jung, Caritas-Vorstand Regina Hertlein, Katrin Tönshoff (Leiterin Dietmar Hopp Stiftung), Hospizleiterin Gabriele Andres, Meike Leupold (Referentin Soziales und Bildung der Dietmar Hopp Stiftung) und der stellvertretende Caritasrat-Vorsitzender Udo Haug freuen sich über die Einweihung des Hospiz St. Vincent (v.l.n.r.). Foto: Caritasverband MannheimDas neue Hospiz verfügt über helle und freundliche Gästezimmer. Foto: Caritasverband MannheimNeben acht Pflegezimmern, Pflegebädern und Gemeinschaftsräumen verfügt das Hospiz über einen Raum der Stille und eine Gedenkwand. Foto: Caritasverband Mannheim
Ort:Mannheim
Zielsetzung:Herberge für sterbende Menschen
Projektpartner:Caritasverband Mannheim e.V.
Laufzeit:2014-2015
Förderhöhe:250.000 €

„Hier habe ich die Sicherheit, gut versorgt zu sein und gleichzeitig alle Freiheiten, noch am Leben teilzunehmen“, erzählt die tumorkranke Sabine Kohl und unterstreicht, wie gut es ihr tut, im Mannheimer Hospiz St. Vincent eine Herberge für die letzte Lebensphase gefunden zu haben. Im offenen Wohn- und Esszimmer sitzen Hospizgäste, Mitarbeiter und Ehrenamtliche beim Mittagessen beisammen. Hospizbewohner Wolfgang Scherer: „Besonders schön ist, dass wir hier nicht alleine sind mit unserem Schicksal. In der Gemeinschaft lachen und weinen wir – je nachdem wie uns zu Mute ist.“

Seit Juli 2015 ist das Hospiz St. Vincent im Dachgeschoss des neuen Caritas-Zentrums St. Franziskus in Mannheim-Waldhof untergebracht. Zuvor war das Hospiz 15 Jahre lang im Caritas-Pflegeheim Joseph-Bauer-Haus beheimatet. Der 1,6 Millionen Euro teure und zu einem großen Teil durch Spenden finanzierte Hospiz-Neubau bietet auf rund 550 Quadratmetern plus Dachterrasse acht Pflegezimmer, ein Pflegebad, einen Wohn- und Essbereich mit angeschlossener Küche, einen großzügigen Eingangsbereich mit einer Gedenkwand sowie den „Rosenraum der Stille“ mit einem besonders gestalteten Glaskunstfenster. 12 hauptamtliche Mitarbeiter und 10 Ehrenamtliche kümmern sich rund um die Uhr um die schwerstkranken und sterbenden Menschen. Ziel ist es, die Hospizgäste in der letzten Phase einer unheilbaren Krankheit zu unterstützen, zu pflegen und zu begleiten.

Hospizleiterin Gabriele Andres: „Der Hospiz-Neubau ist hochmodern ausgestattet und optimal an die Bedürfnisse der Gäste sowie die Arbeitsabläufe des Pflegepersonals angepasst. Die hellen, großzügigen Räume und das offene Konzept des Hauses erlauben, dass sich unsere Gäste mittendrin und ins Leben eingebunden fühlen. Dies entspricht unserem Anliegen, schwerkranken Menschen bis zuletzt ein Leben in Würde und Geborgenheit zu ermöglichen.“

Wolfgang Scherer und Ruth Müller sitzen nach dem Mittagessen im „Rosenraum der Stille“, einem Ort des Rückzugs, aber auch für Gespräche und Begegnung. Diese räumliche Möglichkeit hat es im alten Hospiz nicht gegeben. „Es ist sehr schön hier im Hospiz, auch wenn ich akzeptieren muss, dass es das Ende ist“, sagt Ruth Müller.

Die Dietmar Hopp Stiftung förderte den Neubau des Hospizes St. Vincent mit einer Spende in Höhe von 250.000 Euro.

Hospiz St. Vincent

Caritasverband Mannheim e.V.

Übersicht Förderbereich Soziales

Projektpartner