Spielanlage inklusive

Die spezielle Schaukel kann über eine Rampe mit dem eigenen Rollstuhl befahren werden - und schon geht es hoch hinaus in die Lüfte! Foto: Spastikerverein MannheimDie Freude bei den Vereinsmitgliedern ist groß - endlich gibt es Spielgeräte auf dem eigenen Gelände. Foto: Spastikerverein MannheimDie Membrane des Spielgeräts sind zum Schwingen und Federn da, die Tellerschaukelbalken bieten Bewegungsanreize.Die Mitglieder des Spastikervereins Mannheim freuten sich bereits anlässlich der Spendenübergabe im Mai 2014 auf die neuen Spiel- und Bewegungsgeräte. Foto: Markus Mertens
Ort:Mannheim
Zielsetzung:Spielgeräte für Bewegungs- und Motorikschulung
Projektpartner:Spastikerverein Mannheim e.V.
Laufzeit:2014
Förderhöhe:50.000 €

Sich trotz Rollstuhl frei wie ein Vogel fühlen? Ein Traum für Mathilde, Tobi und die anderen Kinder und Jugendlichen des Spastikervereins – Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte Mannheim. Bislang waren solch tolle Moment für die teilweise schwer- und mehrfachbehinderten Kinder und Jugendlichen des Spastikervereins nur auf Ausflügen zu speziellen behindertengerechten Spielplätzen möglich und mit hohem Betreuungsaufwand verbunden.

Im Jahr des 50. Vereinsjubiläums konnte nun im Garten der vereinseigenen Freizeit- und Begegnungsstätte „Eleonore- und Otto-Kohler-Haus“ in Mannheim eine integrative Spiellandschaft aufgebaut werden. Sie besteht bisher aus dem Modul Rollstuhlschaukel sowie einem Bewegungs-Spinnennetz. Die spezielle Schaukel kann Tobi über eine Rampe mit dem eigenen Rollstuhl befahren und schon geht es hoch hinaus in die Lüfte. Das Klettergerüst ist mit Sitz- und Wipp-Membranen ausgestattet. Mit Hilfestellung kann Mathilde sich aus ihrem Rollstuhl auf die Membran legen oder aber mit dem Rolli auf das Spinnennetz fahren und dort wie auf einem Trampolin schwingen. Zusätzlich setzen Elemente wie Tellerschaukelbalken Bewegungsanreize und schulen die Motorik der Kinder und Jugendlichen mit Handicap. Birgit Junker, 2. Vorsitzende des Spastikervereins: “Wir waren und sind immer noch total aus dem Häuschen. Durch die neue Spielanlage können wir unser Angebot erweitern und noch mehr Menschen fröhliche Stunden bereiten. Wir sehen hier auch Möglichkeiten einer Kooperation sowohl mit anderen Behinderten- als auch Senioren- oder Kindereinrichtungen und freuen uns auf Anfragen aus diesem Bereich. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön!”

Ziel des 1964 aus einer Elterninitiative gegründeten Vereins ist es, bei der Integration behinderter Menschen zu helfen und Barrieren abzubauen. In der Mannheimer Begegnungsstätte treffen sich regelmäßig Gruppen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen, außerdem finden Freizeiten und Stadtranderholungen statt. Da normale Spielgeräte auf öffentlichen Spielplätzen meist für körperbehinderte Kinder und Rollifahrer nicht nutzbar sind, hat der 200 Mitglieder starke Verein begonnen, sein Außengelände in eine behindertengerechte Spiellandschaft zu verwanden.

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte die Anschaffung der bewegungs- und motorikfördernden Spielgeräte mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro.

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