Inselcup - Gelebte Völkerverständigung im Fußballsport

Die Israelis aus Haifa scheiterten 2011 im Finale und freuten sich, dass sie 2012 erneut am Inselcup teilnehmen durften.Fairplay steht im Vordergrund: Shakehands zwischen Karlsruhes und Haifas Kapitän.Auch für die jüngeren Ilvesheimer ist das internationale Flair eine besondere Erfahrung.
Ort:Ilvesheim
Zielsetzung:Förderung internationaler sportlicher Jugendbegegnung
Projektpartner:SpVgg 03 Ilvesheim
Laufzeit:seit 2005
Förderhöhe:15.000 € p.a.

Bis vor einigen Jahren ging der Inselcup der SpVgg 03 Ilvesheim regelmäßig an den Pfingstfeiertagen über die Bühne. Mittlerweile hat sich das traditionsreiche Fußballturnier für A-Jugend-Mannschaften im Juli etabliert und dient den Mannschaften somit als optimale Vorbereitung für die anstehende Saison. Doch das ist nicht die Grundidee, die hinter dem seit 1955 ausgetragenen Wettbewerb steht. Es geht vielmehr um die Internationalität und den Austausch zwischen den Kulturen. „Das ist das Salz in der Suppe“, sagt Dieter Münster, der seit Jahren für die Organisation und Durchführung des Inselcups mitverantwortlich ist und bestätigt: „Die Vereine wollen immer wieder kommen.“ In den letzten Jahren nahmen am Inselcup Jugendmannschaften aus verschiedensten Ländern der Welt teil: u. a. aus Australien, Dänemark, Griechenland, Kanada, Polen, Sambia, Südafrika und Tschechien. Fußball und Kommunikation, die Aspekte Sport und Soziales – zwei tragende Säulen der Dietmar Hopp Stiftung – stehen in Ilvesheim im Mittelpunkt.

Im Neckarstadion haben so manche junge Männer auf sich aufmerksam gemacht, die später eine große Karriere starten sollten, so zum Beispiel der aktuelle deutsche Nationalspieler Per Mertesacker (heute Arsenal FC, damals Hannover 96) oder aber auch die 1974er Weltmeister Sepp Maier und Franz Beckenbauer. 2012 stand die 58. Auflage dieser Veranstaltung an, gespielt wurde am Wochenende vom 21. bis 23. Juli. Mit dabei waren neben den Ausrichtern von der SpVgg 03 Ilvesheim sowie den „Lokalmatadoren“ SV Waldhof Mannheim und TSG 1899 Hoffenheim auch der TSV 1860 München und der Karlsruher SC, aus dem Ausland kamen Hajduk Split (Kroatien), Maccabi Haifa (Israel) und die TSC Academy Mwanza (Tansania) hinzu. Das „TSC“ steht für „Tanzanian Street Children“ und unterstreicht den sozialen Charakter dieses Turniers. Natürlich geht es beim Inselcup um Tore, Siege und Pokale – aber im Vordergrund steht der internationale Austausch.

Die Israelis von Maccabi Haifa scheiterten 2011 erst im Finale am SV Waldhof Mannheim. „Schade, dass es für uns nur zum zweiten Platz gereicht hat. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum wir 2012 unbedingt wieder kommen wollen“, sagte damals Maccabi-Funktionär Roi Shani. Sein Wunsch sollte sich erfüllen, der Klub wurde erneut eingeladen und sagte sofort zu. Maccabi Haifa ist der erste israelische Verein, der sich auf Seniorenebene für die Champions League qualifiziert hat und dafür bekannt, hauptsächlich auf Talente aus dem eigenen Stall zu setzen. „In unserer ersten Mannschaft sind 15 von 25 Spielern in Haifa geboren und aufgewachsen“, sagt Shani. „Gerade für diese Jungs ist so ein internationaler Austausch eine absolut wertvolle Erfahrung.“

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt den Ilvesheimer Insel Cup seit 2005 mit jährlich 15.000 Euro.

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