Kunstrasen für den SAP-Frauen-Fußball-Cup

Der SAP Frauen-Fußball-Cup gilt als zweitbestes Hallenturnier in Deutschland. Foto: Ralph FülopDie Fußballdamen im Zweikampf. Foto: Ralph FülopBei der Siegerehrung des SAP Frauen-Fußball Cups 2014. Foto: Ralph Fülop
Ort:Rauenberg
Zielsetzung:Frauenfußball-Förderung
Projektpartner:Sportregion Rhein-Neckar
Laufzeit:seit 2012
Förderhöhe:7.500 € p.a.

Seit 2009 wird in der Rauenberger Mannaberghalle der SAP-Frauen-Fußball-Cup ausgetragen. Hier messen sich Jahr für Jahr Bundesliga-Teams mit den stärksten regionalen Mannschaften. Gerade für junge, unerfahrene Spielerinnen ist das ein unvergessliches Erlebnis. Seit 2012 fördert die Dietmar Hopp Stiftung dieses überregionale, von der Sportregion Rhein-Neckar organisierte Turnier mit einem Beitrag von mittlerweile je 7.500 Euro. So kann das hochklassige Turnier auf einem Kunstrasen ausgetragen werden.

Der Frauen-Fußball in Deutschland genießt nicht erst seit der WM 2011, die unter anderem in Sinsheim ausgetragen wurde, einen hohen Stellenwert. Die deutsche Nationalmannschaft ist die erfolgreichste der Welt. Die WM 2003, als die DFB-Frauen in den USA ihren ersten Titel holten, löste einen regelrechten Frauenfußball-Boom aus. Spielerinnen wie Birgit Prinz, Renate Lingor oder Steffi Jones wurden zu Vorbildern für die junge weibliche Generation, die ihnen in den zahlreichen neu gegründeten Mädchen- und Frauenfußball-Abteilungen nacheiferte.

Diese Entwicklung war nicht abzusehen, als 1930 Lotte Specht in Frankfurt den ersten Frauenfußballverein gründete, der ein Jahr später wieder aufgelöst wurde, nachdem die Öffentlichkeit alles andere als begeistert reagiert hatte. Es dauerte geschlagene 40 Jahre, ehe Lotte Spechts Traum Wirklichkeit und der Frauen-Fußball im Oktober 1970 offiziell vom DFB zugelassen wurde. 1955 hatte der Verband sogar ein Frauenfußball-Verbot ausgesprochen…

Der SAP-Frauen-Fußball-Cup ist gemessen an seiner Besetzung nach dem DFB-Hallenpokal in Magdeburg eines der besten Hallenturniere in Deutschland. 2014 war neben vier Bundesligisten und drei Zweitligisten mit dem FC Zürich auch ein Verein der Schweizer Nationalliga A dabei. „Es ist sehr reizvoll, sich mit so guten Mannschaften zu messen“, schwärmt auch 1899-Frauen-Trainer Jürgen Ehrmann.

Der große Traum, sich eines Tages den Lebensunterhalt mit ihrem Lieblingssport verdienen zu können, ist für Mädchen noch schwieriger zu realisieren, als für Jungs. Die mediale Aufmerksamkeit ist nicht ganz so groß, für über 99 Prozent aller kickenden Mädchen bleibt der Fußball ein Hobby. Und doch ist die weibliche Variante des Volkssports Nummer eins weiter auf dem Vormarsch. Hochkarätige Turniere wie eben der SAP-Frauen-Fußball-Cup können dieser rasanten Entwicklung nur gut tun.

Die Dietmar Hopp Stiftung fördert den SAP-Frauen-Fußball-Cup in der Metropolregion Rhein-Neckar seit 2012 jährlich und mit je 7.500 Euro.

Stand: Januar 2016

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