Förderrichtlinien

Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt Projekte in den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung und gestaltet ihr Programm zum Teil eigenständig. Darüber hinaus nimmt die Dietmar Hopp Stiftung Förderanträge entgegen. Die nachfolgenden Richtlinien machen die einheitlichen inhaltlichen und formellen Kriterien transparent. Um allen Seiten den Aufwand einer aussichtslosen Antragstellung zu ersparen, wird gebeten, von Anträgen abzusehen, wenn ein Vorhaben nicht mit den folgenden Richtlinien übereinstimmt:

1. Fördervoraussetzungen

  • Die Dietmar Hopp Stiftung ist eine regional tätige Stiftung. Förderprojekte müssen in der Metropolregion Rhein-Neckar (staatsvertraglich festgelegte Ausdehnung siehe www.m-r-n.com) liegen.
  • Förderempfänger müssen juristische Personen sein, die die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt nachweisen können. Beantragte Projekte müssen der Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung dienen.
  • Die Förderungen unterliegen dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung, sind projektbezogen und zeitlich begrenzt. Die Dietmar Hopp Stiftung bevorzugt Anschubfinanzierungen und Pilotprojekte mit Modellcharakter. Projekte, deren Förderung beantragt wird, sollten noch nicht begonnen worden sein.
  • Der Antragsteller gewährt, dass er aufgrund der vorhandenen Strukturen in der Lage ist, das Projekt wie beantragt durchzuführen. Der Antrag soll Auskunft über Anschlussfinanzierungen geben.
  • Institutionelle Förderungen und die Übernahme langfristiger, laufender Kosten (Miete, Personal etc.) sind nicht möglich.

2. Antragsverfahren und einzureichende Unterlagen

  • Anträge können ganzjährig formlos, schriftlich und in deutscher Sprache mit den unten aufgeführten erforderlichen Unterlagen bei der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung, Raiffeisenstraße 51, 68789 St. Leon-Rot eingereicht werden. Anträge per Telefon, Fax oder E-Mail werden nicht entgegengenommen. Bis zur Mitteilung der Entscheidung ist mit einer Bearbeitungszeit von rund 8 Wochen zu rechnen.
  • Antragsschreiben sollen 1-2 Seiten nicht überschreiten (Ausnahme: im Bereich Medizin sind bis zu 20 Seiten erlaubt, s.u.). Einzureichende Unterlagen: Angaben zum Antragsteller, Beschreibung des Projektinhalts und Ziele des Vorhabens, Zeit- und Budgetplanung, Gesamtkostenplan (inkl. Angaben zu eigenen Mitteln, Anteile anderer Geldgeber, Anschlussfinanzierung).
  • Im Förderbereich Medizin sind Anträge zuerst dem Klinikvorstand vorzulegen, der die Anträge an die Dietmar Hopp Stiftung weiterleitet. Zu den oben genannten einzureichenden Unterlagen sind im Bereich Medizin zusätzlich anzuhängen: Überblick über Forschungsstand und Vorarbeiten, Arbeits-/Zeit-/Budgetplanung, Vita des Antragstellers auf max. 2 Seiten und eine Publikationsliste der wichtigsten fünf Publikationen. Der Umfang der gesamten Antragsunterlagen darf im Bereich Medizin bis zu 20 Seiten umfassen.
  • Zur Reduzierung des beiderseitigen Verwaltungsaufwandes wird gebeten, die Unterlagen auf das Notwendige zu begrenzen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zusage steigt nicht mit Menge der eingereichten Unterlagen.
  • Es besteht weder ein Anspruch auf Begründung von Ablehnungen, noch besteht ein Rechtsanspruch des Antragstellers auf Zuwendung. Auch bei Erfüllung der Förderrichtlinien besteht keine Leistungspflicht der Stiftung. Die Dietmar Hopp Stiftung entscheidet nach pflichtgemäßem, eigenem Ermessen und auf Basis der ihr zur Verfügung stehenden Mittel.
  • Bewilligungsbescheide ergehen schriftlich von der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung.

3. Förderungen

Sport

  • Förderung der Sportarten Fußball, Handball, Eishockey und Golf. Schwerpunkt: Förderungen des Jugendsports und der Vereinsarbeit. Sportprojekte im Erwachsenenbereich werden nachrangig berücksichtigt.
  • Anträge, die sich auf andere Sportarten beziehen, werden nicht angenommen. Keine Förderung von Einzelsportlern. Die Unterstützung des Profisports ist ausgeschlossen. Laufende Kosten, zum Beispiel für Miete und Personal (Trainer), werden nicht übernommen.

Medizin

  • Förderung insbesondere der Onkologie, Pädiatrie und Gerontologie. Die Anträge sind dem Klinikvorstand vorzulegen, der die Anträge an die Dietmar Hopp Stiftung weiterleitet.
  • Schwerpunkt: Wissenschaftliche und forschende Arbeiten, Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken in der Metropolregion Rhein-Neckar.
  • Projekte/Anschaffungen für den Regelbetrieb haben Nachrang. Keine Förderung von Konferenzen, Übernahme von Reisekosten u. ä.

Soziales

  • Förderung von Projekten insbesondere zugunsten von benachteiligten oder behinderten Kindern und Jugendlichen sowie zugunsten von Senioren und Schwerkranken.
  • Außerdem Förderung von Projekten, die das Miteinander der Generationen und die Förderung des intergenerationellen Dialogs im Blick haben.

Bildung

  • Projektanträge von Kindertagesstätten, Schulen, Universitäten und anderen Bildungsträgern sollten Modellcharakter haben und die ganzheitliche sowie qualifizierte Ausbildung von jungen Menschen unterstützen.

4. Vergabegrundsätze

  • Nach Eingang eines Bewilligungsbescheids ist der Dietmar Hopp Stiftung ein Mittelabrufplan vorzulegen und abzustimmen. Änderungen im Zeitplan sind der Dietmar Hopp Stiftung unverzüglich mitzuteilen. Bei Verzögerung im Projektbeginn /-verlauf verzögern sich die Zuwendungen entsprechend. Fördermittel können in Ausnahmen im Voraus bereitgestellt werden. Die Förderungen sind innerhalb von zwei Jahren nach Auszahlung zu verwenden. Die Dietmar Hopp Stiftung ist berechtigt, die nicht innerhalb dieser Frist verwendeten Mittel nach eigenem Ermessen zurückzuverlangen und der Förderempfänger ist verpflichtet, diese zurückzuerstatten. Die Stiftung kann die Einrichtung eines Sonderkontos verlangen. Für jede Mittelausschüttung ist umgehend eine separate Zuwendungsbescheinigung auszustellen. Eine sparsame und sachgerechte Verwendung der Fördermittel ist zu gewährleisten. Zugeführte Mittel, deren Verwendung nicht nachgewiesen werden kann, sind umgehend nach Ende des Förderzeitraums an die Dietmar Hopp Stiftung zurückzuerstatten.
  • Förderungen sind zweckgebunden. Der Förderempfänger verpflichtet sich, die ihm zugewandten Mittel ausschließlich für den im Antrag beschrieben Zweck und damit für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung zu verwenden. Änderungen, die sich nach Einreichen des Antrags, ggf. auch im Verlauf des Projekts ergeben, sind der Dietmar Hopp Stiftung unverzüglich anzuzeigen und mit ihr abzustimmen. Eine Verwendung der Förderung oder eines Teils hiervon für andere Zwecke und insbesondere für kommerzielle Zwecke ist untersagt. Der Förderempfänger sichert zu, sich an die Verwendungsauflage zu halten und der Dietmar Hopp Stiftung gegenüber auf Anfrage entsprechende Nachweise bzw. Bestätigungen zur Verfügung zu stellen. Sollte der Förderempfänger dagegen verstoßen, ist die Dietmar Hopp Stiftung berechtigt, die Spende nach eigenem Ermessen zurückzuverlangen und der Förderempfänger ist verpflichtet, die zurückgeforderten Mittel sofort zurückzuerstatten.
  • Der Förderempfänger verpflichtet sich, mit Annahme der Förderung der Dietmar Hopp Stiftung in angemessenen Zeitabständen über den Projektstand zu berichten. Art und Weise sowie Zeitabstände hierzu werden projektbezogen vereinbart. Nach Abschluss des Projektes ist ein Verwendungsnachweis vorzulegen, der sich aus finanziellem Nachweis und Sachbericht zusammensetzt. Prüffähige Unterlagen mit Originalbelegen sind auf Wunsch vorzulegen, bzw. eine Möglichkeit der Einsichtnahme zu schaffen. Die Dietmar Hopp Stiftung ist nicht Vertragspartner von eventuell aus ihren Fördermitteln beschäftigten Mitarbeitern.
  • Eine öffentliche Bekanntgabe der Spende ist rechtzeitig und vorab mit der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung abzustimmen.
  • Die Dietmar Hopp Stiftung kann Bewilligungen zurücknehmen, wenn diese innerhalb eines Jahres ab Datum des Zusageschreibens nicht wenigstens teilweise in Anspruch genommen wurden. Sollte ein entscheidender Fördergrund entfallen oder sich wesentliche Voraussetzungen ändern, behält sich die Dietmar Hopp Stiftung vor, ihre Förderung vor Ablauf des geplanten Förderzeitraums einzustellen bzw. ausgezahlte Förderungen im Falle einer nicht dem Förderzweck entsprechenden Verwendung zurückzuverlangen.
  • Förderempfänger sind für die Einhaltung einschlägiger gesetzlicher Bestimmungen, behördlicher Anordnungen, Sicherheits- und Unfallverhütungsmaßnahmen etc. verantwortlich. Die Dietmar Hopp Stiftung ist für eventuelle Schäden, die aus der Durchführung eines Projekts entstanden sind, nicht verantwortlich und vom Förderempfänger schadlos zu halten.
  • Ergeben sich aus einem geförderten Vorhaben Erträge (wirtschaftliche Gewinne, Kostenerstattungen, o. ä.) ist dies der Dietmar Hopp Stiftung unverzüglich mitzuteilen. Die Stiftung kann daraus die Rückzahlung der Förderung oder eine angemessene Beteiligung verlangen.

5. Negativliste

Eine Antragstellung in folgenden Fällen ist zwecklos:

  • Projekte außerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar
  • Institutionelle Förderungen, Dauer-/Regelförderungen, langfristige Projekte
  • Privatpersonen, die – gleich aus welchem Grund – finanziell in Not geraten sind
  • Behandlungs- und Therapiekosten bei Krankheiten oder Behinderungen
  • Darlehen, Kredite, Bürgschaften, Tauschgeschäfte
  • Deckung von Etatlücken vorhandener Projekte, Ausfallfinanzierungen
  • Veranstaltungen und damit zusammenhängende Kosten für Referenten, Reisen, Verpflegung etc.
  • Stipendien, z. B. für Schule/Studium, Aus-/Weiterbildung, Kostenübernahme für Freiwilligendienste im In- oder Ausland
  • Auslands-/Entwicklungsprojekte, Projekte zur Völkerverständigung, Religion, Denkmalschutz, Kunst und Kultur, Umwelt-/Natur-/Tier-/Artenschutz

Um allen Seiten den Aufwand einer aussichtslosen Antragstellung zu ersparen, wird gebeten, keine diesbezüglichen Anträge einzureichen. Die Dietmar Hopp Stiftung behält sich vor, andernfalls ggf. aus Kapazitätsgründen von einer Beantwortung abzusehen.

Dietmar Hopp Stiftung gGmbH
Raiffeisenstraße 51
68789 St. Leon-Rot
Telefon: 06227 8608550
Telefax: 06227 8608571
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