Förderrichtlinien

Die Dietmar Hopp Stiftung GmbH unterstützt Projekte in den Bereichen Medizin, Bildung, Soziales, Jugendsport und Klimaschutz in der Metropolregion Rhein-Neckar und nimmt hierzu Förderanträge gemeinnütziger Organisationen entgegen.
Die nachfolgenden Richtlinien sollen verdeutlichen, welche Themen, Ziele und Projekte die gemeinnützige Dietmar Hopp Stiftung GmbH konkret und unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen fördert.

1. Förderbereiche

Medizin

Prinzipiell sind alle Bereiche der Medizin förderfähig, Schwerpunkte liegen auf der Onkologie und Pädiatrie sowie Projekten, die die Prävention von Krankheiten/Gesundheitsvorsorge fördern.

Die Anträge sind dem Klinikvorstand vorzulegen, der sie an die Dietmar Hopp Stiftung GmbH weiterleitet.

Gefördert werden wissenschaftliche und forschende Arbeiten; Projekte/ Anschaffungen für den Regelbetrieb haben Nachrang.

Bildung

Gefördert werden Projekte, die die ganzheitliche qualifizierte Aus- und Weiterbildung von jungen Menschen unterstützen, insbesondere Vorhaben mit Modellcharakter.

Mögliche Antragsteller im Bereich Bildung: Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen, Universitäten und als gemeinnützig anerkannte Bildungsträger/-organisationen.

Schwerpunkte Kinder und Jugendliche:

  • Förderung von Kindertagesstätten und Schulen für partizipativ angelegte Projekte zur bewegungsfreundlichen Umgestaltung ihrer Außengelände, an denen sich verschiedene Personengruppen von der Ideenfindung bis zur Umsetzung beteiligen.
  • Förderung von Schulen in Projekten, die das respektvolle Miteinander von Schülerinnen und Schülern sowie ein positives Schulklima im Blick haben (z.B. Anti-Mobbing, Prävention, Empowerment).

Projekte in den Bereichen Informatik, digitale Bildung und Medienkompetenz fördert die Dietmar Hopp Stiftung GmbH nicht. Möglichkeit zur Antragstellung besteht beispielsweise bei der eigenständig tätigen Hopp Foundation for Computer Literacy & Informatics.

Soziales

Es werden Projekte zugunsten von Kindern und Jugendlichen, Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarfen, Schwerkranken und Senioren gefördert.

Insbesondere werden Projekte gefördert, bei denen das generationenübergreifende Miteinander eine wichtige Rolle spielt.

Jugendsport

Förderung der Sportarten Fußball, Handball, Eishockey und Golf. Schwerpunkt: Förderungen des Jugendsports und der Vereinsarbeit. Sportprojekte im Erwachsenenbereich werden nachrangig berücksichtigt.

Anträge, die sich auf den Profisport, Einzelsportler und den Regelbetrieb (Miete, Personal etc.) beziehen, werden nicht angenommen.

Klimaschutz

Der Förderbereich Klimaschutz wird durch die Aktivitäten der Klimastiftung für Bürger sowie die Klima Arena in Sinsheim abgedeckt.

2. Vergabegrundsätze

Förderempfänger müssen juristische Personen des öffentlichen Rechts oder juristische Personen des privaten Rechts sein, die die Anerkennung der Gemeinnützigkeit entsprechend gültiger Bescheide (Freistellungsbescheid oder §60a AO-Bescheid) durch das Finanzamt nachweisen können.

Projekte, für die eine Förderung beantragt werden, müssen in der Metropolregion Rhein-Neckar liegen und sollen noch nicht begonnen worden sein.

Eine Förderung durch die Dietmar Hopp Stiftung GmbH ist eine freiwillige Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Ablehnung eines Förderantrags kann auch ohne Angabe von Gründen seitens der Dietmar Hopp Stiftung GmbH erfolgen.

Sollten sich Projektinhalte, –ziele, -laufzeiten oder Budgets verändern, sind die Änderungen der Dietmar Hopp Stiftung GmbH unverzüglich mitzuteilen und mit ihr abzustimmen.

Der Förderempfänger verpflichtet sich, der Dietmar Hopp Stiftung GmbH in angemessenen Zeitabständen über den Projektstand zu berichten. Darüber hinaus ist die Stiftung auf ihren Wunsch in die Projektplanung/-umsetzung mit einzubeziehen.

Förderungen sind zweckgebunden, zeitlich begrenzt und unterliegen dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung. Die Förderung ist ausschließlich für gemeinnützige Zwecke unter Beachtung der Vorschriften des deutschen Gemeinnützigkeitsrechts (insbesondere der §§51 ff. AO) zu verwenden.

Eine sparsame und sachgerechte Verwendung der Fördermittel ist zu gewährleisten. Eine Verwendung der Förderung oder eines Teils hiervon für andere als die beantragten Zwecke und insbesondere für kommerzielle Zwecke ist untersagt. Zugeführte Mittel, deren antragsgemäße Verwendung nicht nachgewiesen werden können, sind an die Stiftung zurückzuerstatten.

Sofern der Förderempfänger zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, sind die zum Abzug gebrachten Erträge nicht förderfähig.

Die Dietmar Hopp Stiftung GmbH kann Förderzusagen zurücknehmen, wenn diese hinsichtlich Projektfortschritt, Kosten-, Finanzierungs- und Zeitplan erheblich von der eingereichten Planung abweichen.

Die Dietmar Hopp Stiftung GmbH ist berechtigt, die Förderung oder Teile zurückzuverlangen / einzubehalten. Dies geschieht u.a. in folgenden Fällen:

  • Der Förderempfänger hält sich nicht an die Verwendungsauflagen.
  • Ein entscheidender Fördergrund entfällt oder wesentliche Voraussetzungen ändern sich.
  • Förderungen werden nicht dem Förderzweck entsprechend verwendet. Im Falle einer Rückforderung ist der Förderempfänger verpflichtet, die Rückerstattung umgehend zu veranlassen.

Der Förderempfänger ist für die Einhaltung einschlägiger gesetzlicher Bestimmungen, behördlicher Anordnungen, Sicherheits- und Unfallverhütungsmaßnahmen etc. verantwortlich. Die Dietmar Hopp Stiftung GmbH ist für eventuelle Schäden, die aus der Durchführung eines Projekts entstanden sind, nicht verantwortlich und vom Förderempfänger schadlos zu halten.

3. Antragsformalitäten

Anträge können ganzjährig formlos, schriftlich und in deutscher Sprache entsprechend der nachfolgenden Checklisten

bei der Dietmar Hopp Stiftung GmbH, Opelstraße 28, 68789 St. Leon-Rot eingereicht werden. Die Unterlagen werden intern geprüft und im Anschluss erfolgt unaufgefordert eine Rückmeldung.

Zur Reduzierung des beiderseitigen Verwaltungsaufwandes wird gebeten, die Unterlagen auf das Notwendige gemäß Checkliste zu begrenzen. Die Wahrscheinlichkeit einer Förderzusage steigt nicht mit der Menge der eingereichten Unterlagen.

Es besteht weder ein Anspruch auf Begründung von Ablehnungen, noch besteht ein Rechtsanspruch des Antragstellers auf Förderung. Auch bei Erfüllung der Förderrichtlinien besteht keine Leistungspflicht der Stiftung.

Die Dietmar Hopp Stiftung GmbH entscheidet nach pflichtgemäßem, eigenem Ermessen und auf Basis der ihr zur Verfügung stehenden Mittel. Weiterhin behält die Dietmar Hopp Stiftung GmbH sich vor, außerhalb der aufgelisteten Kriterien Projekte zu fördern, wenn sie den Satzungszwecken entsprechen.

Förderzusagen ergehen immer schriftlich per Post von der Dietmar Hopp Stiftung GmbH und sind durch den Förderempfänger schriftlich zu bestätigen.

4. Negativliste

In folgenden Fällen erfolgt keine Förderung:

  • Projekte außerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar
  • Institutionelle Förderungen, Dauerförderungen
  • Belange, die originär Aufgabe der öffentlichen Hand sind
  • Einzelpersonen (z.B. finanzielle Notlage, Therapie- und Behandlungskosten etc.)
  • Darlehen, Kredite, Bürgschaften, Tauschgeschäfte
  • Deckung von Etatlücken vorhandener Projekte, Ausfallfinanzierungen
  • Veranstaltungen/Konferenzen und damit zusammenhängende Kosten für Referenten, Reisen, Verpflegung etc.
  • Stipendien, z. B. für Schule/Studium, Aus-/Weiterbildung, Kostenübernahme für Freiwilligendienste im In- oder Ausland

Um allen Seiten den Aufwand einer aussichtslosen Antragstellung zu ersparen, wird gebeten, keine diesbezüglichen Anträge einzureichen.

Dietmar Hopp Stiftung GmbH
Opelstraße 28 | 68789 St. Leon-Rot
Telefon: 06227 8608550
info@dietmar-hopp-stiftung.de
www.dietmar-hopp-stiftung.de

Stand: August 2020

Datei-Download

Förderrichtlinien der Dietmar Hopp Stiftung

Format:
PDF
Größe:
530kB

Checkliste zur Antragstellung - Medizin

Format:
PDF
Größe:
35kB

Checkliste zur Antragstellung - Bildung, Soziales, Jugendsport

Format:
PDF
Größe:
35kB