Das EOS-Röntgengerät im Heidelberger Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie verbessert Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle erheblich. Vor allem Patienten, die häufig geröntgt werden müssen und Kinder profitieren von der Anlage, da die Strahlenbelastung um 90% gegenüber herkömmlichen Röntgenverfahren reduziert ist. Mit dem Gerät sind Ganzkörperaufnahmen im Stehen in sehr kurzer Untersuchungszeit und eine dreidimensionale Darstellung von Knochen möglich. Durch diese Untersuchungen unter natürlicher Belastung können wirklichkeitsgetreue dreidimensionale Darstellungen von Oberflächen oder den Knochen rekonstruiert werden. Das erlaubt eine besonders präzise Operationsplanung.
In den ersten drei Jahren nach Inbetriebnahme wurden über 4.000 EOS-Aufnahmen der Wirbelsäule, des Beckens, der Hüfte und der Beine angefertigt. Außerdem haben die Ärzte Erkenntnisse gewonnen, für welche Patienten sich eine EOS-Aufnahme lohnt und für welche eher herkömmliche Röntgenverfahren in Frage kommen, wie z.B. bei sehr frisch operierten Patienten, die nicht ruhig stehen können. Wiederholungsaufnahmen und unnötige Aufnahmen können vermieden werden.
