Seit 2018 erkennt die Weltgesundheitsorganisation WHO die Internet- oder Onlinesucht offiziell als Krankheit an. Rund sechs Prozent der Jugendlichen im Alter von elf bis 20 Jahren sind betroffen. Bereits 2012 hat Katajun Lindenberg, seinerzeit Juniorprofessorin an der PH Heidelberg, gemeinsam mit Ärzten, Psychologen, Pädagogen und Therapeuten aus der Metropolregion Rhein-Neckar ein integriertes Versorgungsnetzwerk mit dem Angebot einer störungsspezifischen Behandlung für Betroffene gegründet. Daraus entstand die Idee zum Modellprojekt PROTECT: Wissenschaftler der PH Heidelberg haben das Präventionsprogramm entwickelt, das für „Professioneller Umgang mit technischen Medien“ steht und zum Ziel hat, dem exzessiven, unkontrollierten Umgang mit Online-Angeboten mit Hilfe von psychologisch-verhaltenstherapeutischem Training vorzubeugen. In Folgeprojekten konnten die Ansätze für weitere Altersgruppen angepasst werden, außerdem soll der Präventionsansatz nicht nur Schulen der Metropolregion zugutekommen, sogar das benachbarte Ausland ist auf das in Heidelberg entworfene Programm aufmerksam geworden. Auch die Hopp Foundation bietet in Kooperation mit PROTECT Workshops an, in denen Schülerinnen und Schülern einen kompetenten Umgang mit Medien lernen.
