Das Team der Heidelberger Spezialambulanz für Risikoverhalten und Selbstschädigung (AtR!Sk) berät und unterstützt Jugendliche und ihre Angehörigen. Riskantes und selbstschädigendes Verhalten kann im normalen Entwicklungsprozess des Jugendalters vorkommen, auch ohne mit schweren psychischen Problemen zusammenzuhängen. In vielen Fällen können Risikoverhaltensweisen jedoch auf den Beginn einer psychischen Erkrankung, wie zum Beispiel einer Borderline-Persönlichkeitsstörung oder schweren Depression hinweisen. Das ist dann mit einer immensen Belastung für die Jugendlichen und ihre Familien verbunden. Oft müssen Betroffene in Deutschland aber Monate auf einen Termin warten. Die Spezialambulanz ermöglicht daher über das Angebot einer offenen Sprechstunde eine frühzeitige Diagnostik und Behandlung: In der Sprechstunde wird entschieden, ob es einer ausführlicheren diagnostischen Einschätzung bedarf, direkt ein Krisenangebot eingeleitet werden muss oder auch einfach altersgerechte oder nur geringfügig problematische Verhaltensweisen vorliegen. Die Dietmar Hopp Stiftung hat das Projekt unterstützt, um Ausbau und Verstetigung zu ermöglichen. – Mit Erfolg: Die Spezialambulanz wird mittlerweile von den Krankenkassen getragen und das Konzept findet international Nachahmer.

